Samstag, 25. Mai 2013

Karl Marx als Hindernis

Seit einiger Zeit versperrt Karl Marx an der Porta Nigra den benutzungspflichtigen Fahrradweg. Kunst auf Kosten der Sicherheit? Trier setzt halt Prioritäten! Da diese Figuren aber für 300 bis 600 Euro das Stück verkauft werden, könnte man nun denken, dass dieses eine Masche zum Geld verdienen ist. Frei nach dem Motto: Ihr wollt Sicherheit - kauft schnell alle Figuren und der Weg ist wieder frei. Mein persönlicher Tip geht aber in eine andere Richtung: fahrt mit dem Fahrrad hier einfach auf der Straße. Das ist in diesem Fall erlaubt, da der Fahrradweg nicht mehr benutzbar ist.


Donnerstag, 23. Mai 2013

Stadtradeln


Dieses Jahr macht auch Trier wieder beim Stadtradeln mit. Eine gute Gelegenheit auf die Bedürfnisse der Fahrradfahrer aufmerksam zu machen. Hier dazu die offizielle Pressemitteilung der Stadt Trier:


Die Wette gilt: Trier radelt beim „Stadtradeln“ wieder mit
Anmeldungen ab sofort möglich

Die Stadt Trier beteiligt sich auch in diesem Jahr vom 1.– 21. September wieder am deutschlandweiten Wettbewerb „Stadtradeln“, der vom größten europäischen Städtenetzwerk zum Klimaschutz, dem Klima-Bündnis durchgeführt wird. Trier ist seit 1994 Mitglied im Klima-Bündnis.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, drei Wochen lang kräftig in die Pedale zu treten und möglichst viele Fahrradkilometer beruflich sowie privat für den Klimaschutz und für die Stadt Trier zu sammeln. Außerdem sucht die Stadt Trier so genannte STADTRADLER-STARS, d.h.. Menschen, die während des Aktionszeitraums demonstrativ ihr Auto stehen lassen und komplett aufs Fahrrad umsteigen. Davon profitiert nicht nur die Umwelt, denn den engagiertesten Kommunen, Kommunalparlamenten und STADTRADLER-STARS winken eine bundesweite Auszeichnung und hochwertige Sachpreise rund ums Thema Fahrrad.

Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr: 161 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2), davon werden allein 149 Mio. im Straßenverkehr emittiert. Bereits 7,5 Mio. Tonnen CO2 ließen sich vermeiden, wenn nur ca. 30% der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden.

Oberbürgermeister Klaus Jensen und Baudezernentin Simone Kaes - Torchiani rufen alle Bürgerinnen und Bürger, insbesondere auch die Mitglieder des Stadtrates und der Ortsbeiräte auf, beim Wettbewerb für den Klimaschutz mitzuradeln und ein deutliches Zeichen für mehr Radverkehr im Alltag und damit auch für mehr Lebensqualität zu setzen.

Radelinteressierte Mitglieder des Stadtrates, der Ortsbeiräte sowie Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Schulklassen oder interessierte Betriebe können sich direkt unter www.stadtradeln.de bei der Stadt Trier online als Einzelperson oder als Team anmelden. Bei Fragen kann man sich auch direkt an die beiden Koordinatoren im Rathaus, Umweltberater Johannes Hill, Telefon: 718-4444, E-Mail umweltberatung@trier.de oder den Koordinator für Bürgerbeteiligung Toni Loosen - Bach, Tel. 718-1014, E-Mail: toni.loosen-bach@trier.de wenden.

Seit 2008 findet das Stadtradeln statt und erfreut sich wachsender Beliebtheit: Deutschlandweit beteiligte sich 2012 eine Rekordanzahl von 167 Kommunen am STADTRADELN. Die 10.000.000 Kilometer-Marke wurde von nahezu 60.000 RadlerInnen überschritten, 1.458 Tonnen CO2 wurden vermieden! Auch die direkte Beteiligung der Kommunalpolitik war ein Rekord: 1.160 Mitglieder der Kommunalparlamente also DIE Entscheiderinnen und Entscheider in Sachen Radverkehr vor Ort machten 2012 aktiv beim STADTRADELN mit, einige davon waren sogar als einer der 50 STADTRADLER-STARS unterwegs.

In Trier beteiligten sich im letzten Jahr über 1.200 Bürgerinnen und Bürger und erradelten in 3 Wochen mehr als 98.000 Km. Das Ergebnis soll in diesem Jahr nochmal gesteigert werden. Die Chancen stehen nicht schlecht, schon im letzten Jahr haben viele begeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer erklärt, dass sie bei der nächsten Aktion wieder dabei sein möchten und auch eigene Teams aufstellen wollen.

Weitere Infos zur Aktion sind auch auf www.facebook.com/stadtradeln zu finden.

Dienstag, 21. Mai 2013

Fundsache der Woche

Fundort: Karl-Marx-Straße Ecke Bollwerkstraße in Trier


Freitag, 17. Mai 2013

Keine Ahnung von ihrem Job

Gestern auf der Römerbrücke musste ich eine Baustellenbeschilderung entdecken, die kaum an Inkompetenz zu übertreffen  ist. Hier wird eine benutzungspflichtiger Fahrradweg für Fußgänger gesperrt. Fußgänger durften auf dieser Seite der Römerbrücker aber eh nicht laufen. Gleichzeitig wurde die Benutzungspflicht für Fahrräder aber nicht aufgehoben. Mit anderen Worten: alles ist beim Alten geblieben, außer dass sich an dieser Stelle die Fahrradfahrer an der Absperrung vorbeidrängen müssen. Leider geht das nicht ohne in den Gegenverkehr zu geraten. 

Natürlich habe ich mich an diese Neubeschilderung gehalten, habe aus Sicherheitsgründen die Absperrung etwas zu Seite geschoben und bin wieder mit dem Fahrrad den Fahrradweg weiter gefahren. Ein Arbeiter hat mich natürlich gleich zur Rede gestellt. Das Radfahren sei doch verboten auf dieser Seite und ich solle doch die Absperrungen belassen. Ich erwiderte meinem Kritiker, dass ich die Absperrung schon gesehen hätte, diese auch zur Seite schieben musste, damit ich durch kam. Immerhin verpflichte mich die Baustellenbeschilderung zur Nutzung des Radweges. Man kann sich den Verlauf des Gespräches sicher gut vorstellen. 

Ich konnte meinen Kritiker aber am Ende doch noch verständlich machen, dass laut Beschilderung dieser Radweg weiterhin von mir genutzt werden muss. Das gilt auch, wenn ich diese Regel für blödsinnig erachte und eigentlich auch weiß, dass der Aufsteller dieser Beschilderung was ganz anderes meinte. Ich als Verkehrsteilnehmer darf und kann keine Rücksicht darauf nehmen, dass die Personen, welche in der Stadt Trier diese Baustellenbeschilderung planen, keine Ahnung von ihrem Job haben. Aber das kennen wir alle auch aus Städten wie München, Berlin, Hamburg und Köln. Für den fahrradfahrenden Verkehrsteilnehmer reichen Regeln nach Pie mal Daumen! Da muss man sich langsam auch nicht mehr wundern, wenn einige Fahrradfahrer sich so manchen Verkehrsregeln gegenüber widersetzen! 

Donnerstag, 9. Mai 2013

Bericht über Radfahrer in SternTV

Der Frühling ist da und nun ist das alljährliche Thema Fahrradfahrer eine große Nummer. So auch bei der Sendung SternTV, welche gestern ausgestrahlt wurde. 

Leider war diese Sendung wieder einmal sehr einseitig und voller Fehler. So wurde bei einem Interview auf einen Fahrradfahrer aufmerksam gemacht, der im Hintergrund angeblich eine rote Ampel überfahren hat. Das war aber eine Fußgängerampel und überhaupt kein Beweis dafür, dass dieser Verkehrsteilnehmer eine Ordnungswidrigkeit begangen hat. Diese gilt evtl. überhaupt nicht für ihn! Weiter wurde eine Telefonumfrage präsentiert, bei der abgefragt wurde, ob die Radfahrer oder die Autofahrer im Straßenverkehr mehr nerven. Ergebnis: 81,7% der befragten sagten, dass die Radfahrer mehr nerven würden. Wer sich nun mit Statistiken auch nur ganz wenig auskennt, müsste nun fragen, wie viele Personen überhaupt befragt wurden und wie viele dieser Personen eher mit dem Fahrrad und wie viele der befragten mehr mit dem Auto unterwegs sind. Das wurde es hier aber nicht. Diese Statistik ist also völliger Blödsinn und so aussagekräftig wie das Lesen von Kaffeesatz! Und wenn in der Sendung schon ein Fass bezüglich Ampelverstöße aufgemacht wird, wäre es doch wirklich mal Sinnvoll darüber zu sprechen, dass kaum jemand sagen kann, an welcher Ampel der Fahrradfahrer welches Lichtsignal zu beachten hat. Denn genau das weiß teilweise nicht einmal die Polizei - Herrn Ramsauer sei Dank! 

Liebe Fahrradfahrer und vor allem, liebe Fahrradblogger: Macht doch einfach nicht mehr bei einem solchen Scheiß mit. Das bringt doch nichts und Ihr werdet einfach nur ausgenutzt um wieder einmal die Fahrradfahrer in ein schlechtes Licht zu stellen!