Samstag, 8. Juni 2013

Nachtrag zu meinem gestrigen Beitrag

Zuerst muss ich hier mal anmerken, dass die Baustelle nicht erst am Montag eröffnet wurde, sonder doch schon heute (Samstag) in aller Frühe. Dennoch täuscht das nicht über die Tatsache hinweg, dass es gestern kaum möglich war, den Fahrradweg zu benutzen. 

Wer nun meint, damit hätte sich alles erledigt, kennt unsere Herren von der Stadt schlecht. Es ist nun so abstrus, dass ich kaum weiß wie ich die aktuelle Situation beschreiben soll. 

Wenn man von der Römerbrücke stadteinwärts fährt, muss man als Fahrradfahrer rechts auf die St. Barbara Ufa Straße abbiegen, um nach 200 Metern diese Straße mit Hilfe einer Ampelanlage (siehe Bericht von gestern) zu überqueren, wenn man denn - wie ich - in die Südallee fahren will. So weit, so gut.    

Ecke Römerbrücke / St. Barbara Ufa Richtung Stadt
Aber seit heute muss ein Fahrradfahrer hier anscheinend die halbe Stadt umfahren. Wenn man heute rechts auf die St. Barbara Ufa Straße abbiegt, steht man ohne Vorwahrnung nach besagten 200 Metern wieder vor einem Verbotsschild für Fahrradfahrer. Also umdrehen und direkt an der Kreuzung Römerbrücke / St. Barbara Ufa die Ampel überqueren. Aber leider geht das nun auch nicht mehr, da die Stadt dort auch ein Verbotsschild für Fahrradfahrer aufgestellt hat. Also schiebener Weise sich und sein Radel auf die andere Straßenseite der Römerbrücke bringen und dann die dort vorhandene Ersatzampel für Fußgänger (wieder schiebend) überqueren. Nun muss ich die nächste Fußgängerampel (Ecke Karl-Marx-Str. / St. Barbara  Ufa) - natürlich schiebend - queren. Jetzt  kann ich endlich die Karl-Marx-Str., welche eine Paralelstraße zur Südallee ist, fahren. Dachte ich! Denn nach vielleicht wieder 200 Metern ist dort auf dem Benutzungspflichtigen Fahrradweg ein weiterer Schilderwald installiert. Diese Schilder haben für mich zwar keine Bedeutung, hindern mich aber dennoch an der Weiterfahrt. Über den Bürgersteig geht an dieser Stelle nicht, da ich damit Fußgänger gefährden würde (siehe Foto unten). Und über die Straße geht auch nicht, da mir dort die Autos entgegen kommen, welche keinen Platz zum Ausweichen haben. 

Wisst ihr was; die können mich doch alle mal kreuzweise! Ich nehme ab nun nur noch und ohne Ausnahme die Straßen in Trier. Mir auch völlig egal ob dort ein benutzungspflichtiger Fahrradweg ist. Und liebe ungeübte Fahrradfahrer; fahrt einfach mit dem Auto - ist in Trier definitiv besser für die Gesundheit!

 

Kommentare:

Marcus Barthel hat gesagt…

Ich habe auf Resignation gewartet :-D
Bin ja gebürtiger Trierer, habe bis jetzt auch noch nicht in wirklich Fahrradfreundlichen Städten gewohnt, aber wie schon so oft von dir beschrieben... der Wahnsinn hier.
Unfähige Mitarbeiter bei der Stadt und mindestens so viele unwissende Autofahrer wie leider auch Fahrradfahrer... ich habe gott seis gedankt (oder wem auch immer) ein ganz ordentlichen Weg... du schaffst das ;-D

Tobert hat gesagt…

Lieber Heiner,
Trier möchte wohl halt auch Weltstadt sein, nehme ich an. So, wie auch Köln gerne eine Weltstadt sein möchte. Und in Köln, ja in Köln da gibt's den Herrn Simon von der Polizei. Und der ist Leiter der Verkehrsdirektion der Polizei und der sagt:" [...] man kann auch einmal absteigen und schieben [...]" (Zitat aus: http://www.radfahren-in-koeln.de/2013/04/30/gestorben-wird-vor-dem-auto-teil-2/".
Und daher denken die Herren von der Stadt Trier wohl: "Was die in Köln sagen, kann man auch hier anwenden. Hier ist nämlich auch alles viel älter als in Köln... Und also auch die Ideen mit den irrsinnigen Beschilderungen und Äußerungen!"
Also stell Dich mal nicht so an (auch wenn keine Schlange da sein sollte) und genieße das Radfahren einfach auf der Straße... Denn da wird es sicher keine unsinnigen und zeitraubenden Umleitungen geben - wie in Köln...
Herzliche Grüße aus der heiligen Stadt Köln,
Tobi