Freitag, 25. Mai 2012

Über die Sinnhaftigkeit des Unsinns

Macht es Sinn ein Park- und Halteverbotsschild dort aufzustellen, wo eh das Halten und Parken schon verboten ist? Nein? Falsch gedacht!
Die Sinnhaftigkeit eines solchen Schildes an dieser Stelle ist von mir zwar nur eine Mutmaßung, entspricht wahrscheinlich aber der Realität: wenn auf einer einspurigen Straße ein Halteverbot ausgesprochen wird, ist das sicherlich richtig! Wenn ich nun aber für diese Straße ein Schild miete, welches dieses Verbot ebenfalls ausspricht, heißt es im Umkehrschluss, dass die Stadt mir als - in diesem Fall - Umzugsunternehmer das Parken hier für einen angemieteten Zeitraum erlaubt. Gut für den Umzugsunternehmer und gut für die Stadt. So kann der Umzugsunternehmer dort parken, wo er sonst hätte nicht parken dürfen und so kann die Stadt noch einmal Geld verdienen. Nun ist es an dieser Stelle aber so, dass ein parkendes Auto die ganze Straße blockieren würde. Aber wozu gibt es einen Fahrradweg?! Also wird der Umzugsunternehmer auf eben diesen Fahrradweg parken müssen, obschon auch ohne ein  Parkverbotsschild das Parken hier verboten währe. Hauptsache der motorisierte Verkehr wird nicht gestört. Die Stadt München nimmt mit dieser Aktion also mutwillig Menschenleben in kauf, muss doch der Fahrradfahrer und Fußgänger nun auf die Straße ausweichen.

Dieses Halteverbotsschild hat übrigens mindestens 82,11 Euro gekostet (Kostentabelle) und musste vom zuständigen Ordnungsamt genehmigt werden. Das Ordnungsamt bekommt für die Genehmigung dann noch einmal 25 -35 Euro! Damit ist nun endlich auch einmal der Preis für die Unversehrtheit eines Fahrradfahrers offiziell.

Willkommen in der Fahrradhauptstadt München!



Keine Kommentare: