Montag, 24. Dezember 2012

Taxistand

An der Ecke Luxemburger Straße / Römerbrücke findet man eine Filiale der Sparkasse. Direkt vor der Filiale befindet sich ein kostenloser Parkplatz. Leider ist der gemeine Trierer Autofahrer aber anscheinend nicht in der Lage sein Gefährt dort hin zu lenken und nutzt lieber den benutzungspflichtigen Radweg, der zum Überfluss auch noch in beiden Richtungen benutzunspflichtig ist. Somit werde ich regelmäßig von (meistens) Taxen dazu gezwungen, auf der Straße in Gegenrichtung auszuweichen. Liebe Stadt Trier - muss das so sein?


Samstag, 24. November 2012

Die ersten 1.000 Km

Meine ersten 1.000 Km Fahrradfahren in und um Trier haben mir nun einen kleinen Überblick über die Stadt und die Möglichkeiten des Fahrradfahrens hier gegeben. Man muss nicht gerade ein Profi sein um zu erkennen, dass in Trier das Fahrradfahren eine Katastrophe ist. Auf der Südallee zum Beispiel wird man vom Mittelstreifen auf die Fahrbahn und dann auf dem Fußweg geschickt, nur um am Ende wieder auf den Mittelstreifen abgeschoben zu werden. Aber auf einzelne Schwächen werde ich sicherlich später noch näher eingehen. Was mir in Trier aber gleich sehr positiv aufgefallen ist, sind die Durchfahrzeiten für Fahrradfahrer in der Fußgängerzone. In Trier darf der Fahrradfahrer zwischen 19:oo Uhr am Abend und 11:oo Uhr am Morgen in der Fußgängerzone Fahrrad fahren. Da die Geschäfte aber teilweise noch bis 2o:oo Uhr geöffnet haben, - das Wort "teilweise" habe ich hier ganz bewusst gewählt; Trier ist halt ein Dorf - könnten die Fußgänger und die Fahrradfahrer also während der Öffnungszeiten Probleme miteinander bekommen. Selbiges gilt auch morgens zwischen 9:oo und 11:oo Uhr. Nach meinen Beobachtungen geschied dies aber eben nicht. Die Fahrradfahrer die ich bis jetzt in der Fußgängerzone gesehen habe, waren alle sehr umsichtig - wenn man mal davon absieht dass es in Trier wohl noch nicht angekommen ist, dass es selbst für Fahrräder Lichter gibt und diese sogar Pflicht sind! Gestern habe ich aber mit einem sehr schönen Satz die Rolle eines Fahrradfahrers in Trier erklärt bekommen: "Am Zebrastreifen halten die Autofahrer alle für Fahrradfahrer. Das liegt daran, dass man in Trier Fahrräder nicht gewohnt ist und die Autofahrer einen Fahrradfahrer somit als KOMISCHEN FUSSGÄNGER betrachten.". Ich glaube besser kann man einen Fahrradfahrer hier auch nicht beschreiben. 

Da ich zur Zeit viel mit meiner Arbeit beschäftigt bin, werde ich in nächster Zeit weniger schreiben als man es eigentlich von mir gewohnt ist. Aber zum Frühjahr sollte es wieder mehr Berichte von mir geben. 

Sonntag, 14. Oktober 2012

Willkommen Trier

So, nun bin ich in Trier und muss mich erst einmal orientieren. Ich wohne nun in der Innenstadt, habe aber noch nicht wirklich etwas von der Stadt gesehen. Mein erstes Gefühl sagt mir aber, dass hier das Radeln nicht ganz einfach ist. Die Südallee zum Beispiel ist ein Graus. Hier wird man vom Fußweg auf die Straße gescheucht, um dann wieder auf einem Grünstreifen abgeschoben zu werden. Nach wenigen Metern muss man wieder auf die Straße, um dann wieder auf einen anderen Grünstreifen geschickt zu werden. Ich hoffe diese Verkehrspolitik zieht sich nicht durch die ganze Stadt. Wenn ich mir aber anschaue wieviele Menschen hier mit dem Fahrrad unterwegs sind (man sieht kaum jemanden auf dem Fahrrad), lässt sich aber vermuten, dass mein Eindruck nicht täuscht. Eines ist aber sicher; mein Fixie muss aufgrund der "Berge" stehen bleiben.

Ich werde berichten. Seit mir aber nicht böse wenn es mit meinen Blogeinträgen noch etwas dauert. Ich muss mich um die Einrichtung meiner Wohnung kümmern und beruflich bin ich nun auch sehr eingespannt.

Donnerstag, 27. September 2012

Neuer Name

Meinen aufmerksamen Lesern ist sicherlich aufgefallen, dass im Namen dieses Blogs seit heute das Wort Munich fehlt. Das liegt nicht daran, dass ich mich so sehr für Bayern schäme, dass ich nicht mehr zugeben mag dort zu leben, und auch habe ich nicht vor Munich durch Oktoberfest zu ersetzen. Ich ziehe mal wieder um - ganz einfach! Damit bekommt dieser Blog die dritte "Heimatstadt". Wohin es gehen wir, werde ich aber noch nicht verraten. Lasst Euch überraschen - es wird interessant!


Donnerstag, 13. September 2012

Critical Mass meets PARK(ing) Day

Wann:   Freitag / 21.09.2012 / 17:00 Uhr
Wo:      Gärtnerplatz am Stand der BikeKitchen
Wer:     Alle die ein Fahrrad haben und für 
             die Sache der Critical Mass einstehen.



Dieses Mal ist der Ort und die Zeit ganz anders geplant. Das liegt zum Einen am Oktoberfest, welches die Teilnehmer bei der Anfahrt zur Bavaria hindert, zum Anderen aber auch daran, dass Green City  sein jährliches PARK(ing) DAY hat. Im letzten Jahr war die Critical Mass auch schon mit großem Erfolg dabei. Die Critical Mass ist aber nicht Teil der Veranstaltung. Die CM hängt sich einfach nur mit ran, da im eigentlichen Ziel dieser beiden Veranstaltungen keine Unterschiede sind.  

Hier aber mal zur Erklärung was überhaupt der PARK(ing) Day ist:

Veranstalter: Green City e.V.
Ort: 25 verschiedene Standorte in München (Stadtkarte)
Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei


München ist weiterhin voll mit Autos. Green City e.V. koordiniert am 21.09.2012 Vereine, Einzelhändler, Künstler und Organisationen, die ein Zeichen gegen die Überfüllung der Stadt mit Kraftfahrzeugen setzen. Zum PARK(ing) DAY verwandeln die Teilnehmer Parkplätze in der ganzen Innenstadt zu temporären Parks. Mit der Aktion fordert Green City e.V. eine nachhaltige Nutzung des öffentlichen Raums, mehr Grünflächen und mehr Lebensqualität in München.

Ob Gartenkunst mit Steh- und Geh-Meditation in der Rumfortstraße, Aufpumpservice für Fahrräder am Gärtnerplatz, Lesungen in der Ligsalzstraße, Mitmachaktion nicht nur für Linkshänder in der Winterstraße oder Fledermauskästen in der Leopoldstraße - ma PARK(ing) DAY finden Aktionen aller Art ihren Platz und die BürgerInnen erobern die Straße als Lebensraum zurück. Mehr Infos auf www.parkingday.de.

Donnerstag, 6. September 2012

Wildbeschilderung

Und wieder einmal ist die Ostpreußenstraße einem Bauarbeiter mit Hang zur Wildbeschilderung zum Opfer gefallen. Dieses Mal muss wohl am Fahrradweg etwas repariert werden. Zumindest wird nun dieser aufgerissen - die Teerdecke ist schon komplett weg. Aber anstatt den Radverkehr auf die Straße zu lozen, soll dieser nun ein Hauch von Bürgersteig mit den Fußgängern gemeinsam nutzen. Ich sehe schon kommen, dass ich angeschnauzt werde, weil ich auf diesem Stück mit dem Rad fahre. Eigentlich viel zu gefährlich dort zu fahren. Mir bleibt aber nichts anderes übrig, da der Bürgersteig nicht breit genut ist um mein Fahrrad dort schieben zu können. Und was passiert wenn ein Kinderwagen mir entgegen kommt, brauche ich ja nicht zu sagen. Ach ja, ich vergaß; der Bürgersteig hat ja nun eine Breite, bei der man überhaupt nicht mehr mit dem Kinderwagen fahren kann. Problem gelöst!


Das Beste hat sich dieser Wildbeschilderer aber am Ende der Baustelle einfallen lassen; dieser Bürgersteig ist nun in beiden Richtungen für Fußgänger und Fahrradfahrer benutzungspflichtig. Coole Aktion! Im normal Fall darf ich die Wege an der Ostpreußenstraße nur in einer Richtung nutzen - bei Baustellen und Engstellen geht das auch bin beiden Richtungen! No risk no fun!


Ich glaube langsam, die Stadt München hat dressierte Affen als Baustellenplaner eingestellt!

Freitag, 24. August 2012

Nachtrag zu Respektverlust gegenüber der Polizei

In meinem Beitrag zum Respektverlust gegenüber der Polizei habe ich beschrieben, was mir mit den Ordnungshütern widerfahren ist, als ich versuchte einen Busfahrer anzuzeigen. Da ich schon den Anspruch der Fairness in meinen Beiträgen habe, informierte ich via Mail die Pressestelle der Münchener Polizei über diesen Beitrag. Ich bot ihnen in dieser Mail an, dass ich eine Stellungnahme auf meinem Blog veröffentlichen würde, würden sie es wünschen. Statt einer Stellungnahme bekam ich aber gestern einen Brief vom Polizeipräsidium, Abteilung Personal:

"Sehr geehrter Herr...

wir haben Ihr Schreiben erhalten und werden die Angelegenheit überprüfen.

Sie werden sicher verstehen, dass wir den Sachverhalt erst bewerten können, wenn unsere Ermittlungen dazu abgeschlossen sind. Erfahrungsgemäß nimmt das einige Zeit in Anspruch, weshalb wir für evtl. auftretende Verzögerungen um etwas Geduld und Ihr Verständnis bitten.

Das Ergebnis unserer Überprüfung werden wir Ihnen so bald wie möglich mitteilen.

Mit freundlichen Grüßen
..."

Ich bin dann mal gespannt!
Ach ja, auf dem Briefumschlag der Polizei ist ein Stempel zu sehen, der mit den Worten "Hören Sehen Handeln" für Zivilcourage wirbt. Irgendwie musste ich bei dem Anblick schmunzeln.

Sonntag, 19. August 2012

Critical Mass München

Ja, es war mal wieder ein sehr schöner Abend! Das Wetter hat uns in die Karten gespielt und die Leute waren - wie fast immer - alle sehr nett. 



Pünktlich (wie immer mit 30 Minuten Verspätung) sind wir los gefahren und haben nach 1,5 Stunden Fahrt gemeinsam noch ein Bier an der Isar getrunken. Mein persönliches Highlight war Susi - das heißt, das Geschenk von Susi: goldene Ventilkappen für mein Patria. Sehen echt gut aus. ;)


Es sind dieses Mal zwischen 40 und 50 Radfahrer dabei gewesen. Selbst der berühmte Radl-Rambo, über den die Presse ja so gerne berichtet, ist gekommen. 

Foto bei Susi geklaut - Link siehe oben. Sorry, Susi ;)

Mittwoch, 15. August 2012

BikeKitchen München im Radio

Auf der letzten BikeKitchen am Donnerstag den 09.08.2012 war der Bayrische Rundfunk zu Besucht.

Das Ergebnis findet ihr hier.

Sonntag, 12. August 2012

Respektverlust vor der Polizei


Viele Polizisten beklagen den Respektverlust der Bürger vor dem Beruf des Polizistens.
Das dieses ein Problem für die Ausübung der dienstlichen Pflichten des Beamtens darstellt, ist sicherlich richtig und bedauerlich. Alles Meckern und Beklagen ist aber nicht zielführend. Die Polizei sollte sich mal hinsetzen und fragen woran das liegen mag. Videospiele wie Ego-Shooter sind wohl eher vorgeschobene Erklärungen für diese Problematik. Mit diesen Erklärungen kann man die Schuld sehr einfach auf Andere abwälzen, ohne sich selber an die eigene Nase packen zu müssen.

Berichte wie „Polizeiinspektion Ismaning wehrt sich gegenRadl-Rambos“, welcher laut meiner Information von einem Polizisten geschrieben wurde und nun selbst innerhalb dieser Inspektion für Furore sorgt, und „Fahrradclub verlässt Expertenkreis“, sind auch nicht gerade hilfreich für diese Problemlösung. Sowohl in Köln als auch in München findet die Polizei es aber sehr hilfreich, sich hinter Mauern und Ampeln zu verstecken um Fahrradfahrer eines Verkehrsdeliktes zu überführen. Natürlich ist es wichtig und richtig Rotlichtverstöße und Nachtfahrten ohne Licht zu ahnden. Die Frage ist aber nach dem WIE. Für eine solche Aktion ist eine gefühlte Hundertschaft nicht nur übertrieben, sondern sorgt auch noch für ein bedrohliches Bild beim Bürger. In Köln ist mir immer sehr stark aufgefallen, dass teilweise selbst zwielichtige Gestalten mit sehr luxuriösen und überaus teuren Fahrrädern unterwegs sind. Wird eine solche Person dann von einem, hinter der Litfaßsäule versteckten Beamten angehalten um dann wegen eines Verkehrsverstoßes ermahnt zu werden, währe die Kontrolle des Fahrrades, ob es als gestohlen gemeldet wurde, nicht nur ein Einfaches, sondern auch noch sinnvoll. So würde die, meiner Meinung nach, nutzlose Codierungsaktion seitens der Polizei und des ADFC auch einen Sinn ergeben. Bei dem Kraftverkehr wird das standartmäßig immer so gemacht. Beim fahrradfahrenden Bürger würde eine solche Kontrolle dann sicherlich auch ganz anders aufgefasst werden. Und für die Fahrraddiebe währe es sicher eine Abschreckung. Ein Polizist mit dem ich mich diesbezüglich mal unterhalten habe, gab mir Recht und meinte, dass es technisch überhaupt kein Problem wäre. Er würde sich aber außer Stande fühlen „ein gutes, von einem billigen Fahrrad unterscheiden zu können“. Das ist natürlich absoluter Blödsinn, da man zu Einen standartmäßig einfach alle Fahrräder kontrollieren sollte, zum Anderen es zur Ausübung seines Jobs gehört, solche  Bildungslücken zu füllen. Wenn in meinem Beruf etwas neues auf dem Markt kommt, kann ich meinem Chef auch nicht sagen, dass ich mich damit nicht auskenne. Außerdem gibt es viele Möglichkeiten diese Wissenslücken zu schließen. Es gibt den ADFC, der sicherlich den Polizisten hierbei unterstützen würde. In München gibt es die BikeKitchen, welche man nett fragen könnte. In Köln gibt es die Mülheimer Fahrradgruppe und einige sehr kompetente Fahrradblogger. Also liebe Polizei, wenn das Euer Problem ist, stelle ich hiermit auch mein Fachwissen offiziell und kostenlos zu Verfügung. Eine E-Mail an die o.g. Adresse reicht.

Meinen persönlichen Respekt vor den Ordnungshütern habe ich dann heute endgültig verloren. Um das aber zu erklären, muss ich schon am vergangenen Freitag anfangen: dienstlich war ich mit dem Fahrrad unterwegs. Ich befuhr die Feringastraße Richtung Münchener Straße. Natürlich auf der Fahrbahn, ist doch der Bürgersteig nicht für den Radverkehr freigegeben. In einer Kurve wurde ich von einem Busfahrer sehr knapp und auf sehr gefährlicher Art und Weise überholt. Passiert ist mir zum Glück nichts, was ich sicherlich meiner Erfahrung in solchen Situationen zu verdanken habe.



Ich habe mich natürlich sehr stark über das Verhalten des Busfahrers geärgert und wollte diesem Ärger mit einem Beschwerdeanruf bei den zuständigen Verkehrsbetrieben Luft machen. Dort hat man mich sofort abgewürgt und mir gesagt, ich solle zu Polizei gehen. Ok, wenn die das so wollen, dann sollte ich das auch so machen, dachte ich mir. Einen Polizisten, der auf meinem weiteren Weg parkend auf einem benutzungspflichtigen Radweg stand, habe ich dann auch angesprochen und ihn gefragt, wie ich das denn nun am besten anstellen würde und ob ich das auch in München machen können, obschon die Zuständigkeit bei der Polizeiinspektion Ismaning liege. Der Beamte sagte mir in einem sehr unfreundlichen Ton, dass man schon erwarten können, dass ich mir den Weg nach Ismaning mache. Auf meine Nachfrage und der Erklärung dass dieses einen Umweg von 20 Km für mich bedeuten würde, wiederholte er seinen Satz mit einem noch unfreundlicheren Ton. Dennoch meinte ich herausgehört zu haben, dass theoretisch auch die Inspektion München-Bogenhausen so etwas aufnehmen könnte. Nach meiner Arbeit bin ich dann zur Inspektion Bogenhausen gefahren und wollte dort die Anzeige aufnehmen lassen. Der Beamte entschuldigte sich nach meiner Beschreibung der Situation damit, dass er eine solche Anzeige noch nie entgegengenommen habe und keine Ahnung davon hat, wie er nun verfahren solle. Er würde aber sofort einen kompetenteren Kollegen schicken. Das tat er auch. Dieser kompetentere Beamte wollte nicht einmal hören um was es genau ging. Auch mein Video hat er sich nicht anschauen wollen. Statt dessen erklärte er mir, dass diese Polizeiinspektion nicht über die Mittel und die Kompetenz verfüge, diese Anzeige aufnehmen zu können. Ich solle mich an die VPI-VA, eine Dienststelle die wohl für Verkehrsdelikte zuständig sei, wenden. Oder ich habe die Möglichkeit zu warten bis ein Kollege komme, der über die dementsprechenden Kompetenzen verfügen würde. Das würde aber mindestens eine Stunde dauern. Aber eigentlich sei sowieso die Dienststelle in Ismaning zuständig und ich solle mir überlegen alles auf sich beruhen zu lassen, hieß es weiter. Er wetterte dann noch gegen Fahrradfahrer und ich solle mir als Radler doch erst einmal selber an die eigene Nase fassen, bevor ich einen Busfahrer beschuldigen würde. Das ganze Gespräch verlief also seitens des Beamten sehr unfreundlich und herablassend ab. Nun wollte ich es natürlich genauer wissen und rief die besagte Dienststelle VPI-VA an. Ich wollte schließlich nicht wieder weg geschickt werden. Dort fragte man mich woher ich kommen würde und stellte mein Telefonat sofort zur Dienststelle Bogenhausen durch, da diese für mein Wohnort zuständig sei. Ich hatte keine Chance dagegen etwas zu sagen, hatte dafür aber den Beamten am Telefon, der mir kurz vorher die Entgegennahme der Anzeige verweigert hat. Nun steigerte sich die Unfreundlichkeit des Beamten ins Bodenlose. Er wollte mir nicht einmal korrekt seinen Namen nennen, was er aber dann doch nuschelnder Weise und sehr widerwillig nach einer weiteren Nachfrage machte. Auf seine unfreundliche Art angesprochen, und dass ich mich von ihm als Fahrradfahrer diskriminiert fühle, sagte er nur: „Ich bis Polizist und diskriminiere daher nie jemanden!“. Nun hatte ich den sprichwörtlichen Kaffee auf. Ich rief in der Dienststelle der Ismaninger Polizei an. Dort hatte ich eine wirklich sehr nette Polizistin am Telefon. Ich hatte sogar das Gefühl verstanden und ernst genommen zu werden. Nach meinem Erfahrungsbericht meinte sie, es sei schon sehr interessant für sie so etwas zu erfahren. Bevor ich aber nun mit dem Radl ganz nach Ismaning fahren würde – immerhin sei es ja schon 22:00 Uhr – wolle sie noch einmal mit einem Kollegen sprechen. Sie würde mich gleich wieder anrufen. Einige Minuten später klingelte tatsächlich das Telefon. Dieses Mal war ein Mann am Telefon. Wieder sehr unfreundlich. Mir wurde von ihm gesagt, er habe gerade mit Bogenhausen telefoniert. Ich solle mich an deren „Anweisungen“ halten - Tschüß.

Einen Tag später habe ich dann mit einer Bekannten darüber gesprochen, die selber Polizistin ist. Sie meinte, dass eigentlich wirklich die Polizei in Ismaning zuständig sei, ich aber auf jeden Fall die Möglichkeit habe, in Bogenhausen die Anzeige aufnehmen zu lassen. Es sei aber unglaublich wie sich einige ihrer Kollegen verhalten würden. Da ich natürlich eher einer fachkundigen Bekannten traue, als einem unfreundlichen und frechen Polizisten, bin ich heute dann zur Polizei nach Ismaning gefahren.

Dort hörte man sich mein Anliegen an und versuchte mich davon zu überzeugen, dass 1. nicht Ismaning zuständig sei, sondern Bogenhausen und 2. ich unverrichteter Dinge wieder fahre solle, da „Immerhin würde ein Busfahrer doch einen scheiß Job haben und zudem auch noch sehr wenig Geld verdienen“. Selbst nach Vorführung des Videos konnten die Beamten keinen Grund zur Handlung feststellen. Aber nach meinen Hinweis auf §1 der StVO kamen sie nun aus der Nummer nicht mehr raus. Man nahm den Fall sehr widerwillig auf und wurde langsam aber sicher arrogant. Einer der beiden diensthabenden Beamten sagte sogar „Ihr Fahrradfahrer fahrt alle ständig gegen die Vorschriften und wie ihr wollt!“ und „dieses Dienststellenhopping sei eh ein Affentheater!“ – die Vorwürfe und Frechheiten nahmen also kein Ende.  Nun konnte ich natürlich auch nicht mehr an mich halten und habe mich bei ihm über seine Verallgemeinerungen und seine absolut inakzeptable Gesprächsführung beklagt. Aber mit der Aussage, dass ich von einer Dienststelle zur anderen geschickt werden würde und das ein Affentheater sei, gab ich ihm natürlich noch Recht.

Ein Gutes hat diese Geschichte: wenn ich noch einmal von einem Polizisten belehrt werden sollte, frage ich sofort, ob er von der VPI-VA sei. Wenn nicht, kann ich das Gespräch nun abbrechen, denn der Umkehrschluss von den verschiedenen Aussagen der Beamten ist ja, dass nur die Kollegen der VPI-VA Ahnung von der StVO und die dementsprechenden Kompetenzen haben.

Als Radfahrer fühle ich mich nun wie ein Atommüllendlager behandelt: jeder weiß dass man um ihn nicht rum kommt, aber keiner will ihn in seinem Zuständigkeitsbereich haben! 

Freitag, 10. August 2012

Lindwurmstraße und der Versuch


Kommentar von Andreas Schuster, Leider des Mobilitätsbereichs bei Green City e.V.

"Wir machen es einfach!", dieses Motto von Green City e.V. scheint in letzter Zeit bei den Verantwortlichen der Stadtverwaltung Gehör zu finden. Am Rotkreuzplatz wurde im Frühjahr eine Autospur für den Radverkehr versuchsweise freigegeben. weiter lesen...

Bitte alle "Gefällt mir" auf http://www.facebook.com/RadwegLindwurmstrasse klicken ;)

Mittwoch, 8. August 2012

Critical Mass


Wann:                    17.08.2012 / 2o:oo Uhr

Wo:                        Theresienwiese - am Fuße der Bavaria

Wer:                       alle die ein Fahrrad haben und den Grundgedanken einer Critical Mass teilen

Was mitbringen:     ein Fahrrad, Licht und vielleicht ein Bier für später ;)

Donnerstag, 2. August 2012

Nachtrag zu "KVR und Polizei in gemeinsamer Sache"

Ich habe im Bezug des Flyers "Entspannt Mobil" den zuständigen Sachbearbeitern (die, die auch im Flyer angegeben waren) eine Mail zukommen lassen. Ich habe diese Herren in meiner Mail gebeten, sich meines Verständnisproblems anzunehmen und mich aufzuklären. Heute bekam ich dann diese Antwort vom KRV (Kreisverwaltungsreferat):     

"Sehr geehrter Herr ...,

wir bedanken uns für Ihre Zuschrift und bedauern,  dass Sie den Textabschnitt zu den Signalanlagen in Verbindung mit den Bildern als uneindeutig empfinden. Wir haben Ihre Kritik aber zur Kenntnis genommen, und werden versuchen, in der nächsten Auflage Text und Bildauswahl ggf. noch weiter zu konkretisieren.

Zu Ihrer Frage im Schreiben vom 25.07.12 dürfen wir folgendes ausführen:

Unser Ziel war, die komplexe Thematik zu Signalanlagen im Flyer so überschaubar und nachvollziehbar wie möglich darzustellen. Wenn man die drei Textabsätze auf der Seite als aufeinander aufbauend betrachtet, sind damit auch die weitaus meisten Praxisfälle in München abgedeckt. Dabei natürlich immer das Bewußtsein vorausgesetzt, dass ein Flyer in der Tasche nicht  von verantwortungsbewusstem und situationsangepasstem Verhalten im Straßenverkehr entbindet. Es gilt die Straßenverkehrsordnung.

Wir hielten es nicht für zielführend, eine mehrseitige bürokratische Abhandlung über signalgeregelte Knotenpunkte herauszugeben, die jeden erdenklichen theoretischen Fall abzudecken versucht, sondern wollten knapp und prägnant die wichtigsten Regeln darstellen und einen kleinen Leitfaden für die Praxis an die Hand geben. Die Gesetzesnovelle haben wir darin  schon berücksichtigt.

Aus Sicht des ADFC ist die Darstellung dieser komplexen verkehrsrechtlichen Problematik im Flyer ausdrücklich gut gelöst.

Sollten Sie trotz der Sorgfalt bei der Signalsteuerung (mehr als 1100 Anlagen sind in München in Betrieb) Örtlichkeiten kennen, an denen die Signalisierung des Radverkehrs oder auch anderer Verkehrsarten aus Ihrer Sicht missverständlich oder unklar ist, melden Sie diese bitte an: verkehrssteuerung.kvr@muenchen.de, dann überprüfen wir die Anlagen und bessern erforderlichenfalls nach."

Ok, damit ist meine Frage nicht beantwortet worden und ich bin so schlau wie vorher. Würde ich der Person, welche mir diese Mail geschrieben hat - wer auch immer das war, da weder ein "Mit freundlichen Grüßen", oder wenigstens nur der Name des Verfassers dieser Antwort dabei stand -, ernst nehmen, müsste ich  im Bezug auf den letzten Absatz nun einige Lichtsignale melden. Natürlich werde ich das nicht tun, da ich ein anständiger Radlrambo bin. Und da diese Antwort auch in Kopie an die anderen im Flyer angegebenen Sachbearbeiter ging, werde ich wohl ohne wirkliche Antwort klar kommen müssen. Mein kleiner Blogeintrag wurde aber heiß diskutiert - vor allem auf Facebook in der Gruppe der Critical Mass München. Ich werde mich nun an die Meinung der fachkundigen Leser halten - hervorzuheben ist da besonders Shining Raven, ein Stammleser dieses Blogs.  

Dienstag, 31. Juli 2012

ADFC sind die Helden



Ich könnte mich kringeln vor Lachen! Nun wisst Ihr auch warum ich nicht Mitglied beim ADFC bin. Sorry, aber ich komme nicht drüber weg. Ist das peinlich! Und das Beste ist, dass ich den Verfasser dieses Videos auch noch persönlich kenne. Und ich weiß, dass wenn er etwas bezüglich der Verkehrsregeln sagt, es Hand und Fuß hat. Und ich weiß auch, dass er sich an einigen Stellen in seinem Video nicht an die benutzungspflichtigen Fahrradwege gehalten hat. Davon aber mal abgesehen; es gibt halt Dinge, die gibt es nicht... *brüll*

Montag, 30. Juli 2012

Waffen für Fahrradfahrer

Nach meinem Unfall in der letzten Woche (ich habe berichtet) und einem Fast-Unfall heute Morgen, sehe ich mich gezwungen aufzurüsten. In London ist es schon ein bekanntes Bild. In Deutschland sieht man nicht so oft eine Videokamera am Fahrrad. Ich weiß noch nicht ob es wirklich hilft, aber bei einem Fahrradhelm weiß man schließlich auch nicht ob er hilft, oder die Autofahrer nur dazu animiert noch weniger Abstand beim Überholen zu halten.




Mittwoch, 25. Juli 2012

KVR und Polizei in gemeinsamer Sache

Das Kreisverwaltungsreferat und das Polizeipräsidium München haben gemeinsam einen Flyer zur Verkehrssicherheit erstellt. Laut Pressemitteilung sei dieses Informationsblatt ausdrücklich an jeden Verkehrsteilnehmer gerichtet. Die Wirklichkeit sieht wohl anders aus wenn am bedenkt, dass dieser Flyer auf der Seite der Radlhauptstadt zu downloaden steht und man sich in diesem Blatt "Wussten Sie schon, dass....?" durchliest. Ich habe mir den Flyer mal durchgelesen und musste über eine Thematik stolpern. "Welche Ampel gilt für mich?" ist die Überschrift. Weiter heißt es:"Grundsätzlich gelten für den Radverkehr dieselben Lichtsignale wie für den Autoverkehr. Autofahrer müssen also auch bei rotem Signal für den Fußverkehr noch mit Radfahrern rechnen! Sind auf Radverkehrsführungen (bauliche Radwege, Radfahrstreifen oder Schutzstreifen) besondere Lichtzeichen für den Radverkehr vorhanden, muss diese beachtet werden. Nur wenn keine besonderen Lichtzeichen für Radfahrer vorhanden sind, erfolgt eine gemeinsame Signalisierung mit dem Fußverkehr."

Vielleicht stehe ich auch gerade auf dem Schlauch, aber "Grundsätzlich gelten für den Radverkehr dieselben Lichtsignale wie für den Autoverkehr. Autofahrer müssen also auch bei rotem Signal für den Fußverkehr noch mit Radfahrern rechnen" und "Nur wenn keine besonderen Lichtzeichen für Radfahrer vorhanden sind, erfolgt eine gemeinsame Signalisierung mit dem Fußverkehr"? Wie jetzt? Gemeinsame Signalisierung mit dem Kraftverkehr oder mit dem Fußverkehr? Das heißt also, dass ich als Radfahrer einfach bei allem was rot leuchtet anhalten muss? Oder doch nicht? Ich bin verwirrt und muss zugeben nun keinen Überblick mehr darüber zu haben, wie ich mich an einer Ampel zu verhalten habe.

Flyerdownload

Dienstag, 24. Juli 2012

Diebstahlschutz mal anders

das Ranking der blödsten Möglichkeiten sein Rad vor Dieben zu schützen:

Platz 4:
Kabelbinder für die Laufräder
und hier in voller Pracht

Platz 3:
dieses Schloss ist nur zwischen die Speichen gelegt

Platz 2:
Spannriemen sind noch blödsinniger als Kabelbinder

...and the winner is:
Service am Dieb - Schüssel für Wohnung gleich dabei
Ich muss mal betonen, dass keines dieser Fotos gestellt ist. Alle habe ich so vorgefunden. Unglaublich!

Unfall

Auf der Prinzregentenstraße gibt es eine abschüssige Stelle. Hier wird der Fahrradfahrer auf einen Fahrradschutzstreifen gelotst. Gleichzeitig wird der Verkehr auf 30 Km/h entschleunigt. Laut meines Tachos fuhr ich mit 28 Km/h diese Straße runter. Bis ich durch einen ausscherenden Motorradfahrer gestoppt wurde. Offensichtlich fand er es nicht für nötig zu schauen, bevor er auf den Fahrradschutzstreifen auswich um an die Autos vorbei zu fahren. Ich konnte nicht mehr bremsen, fuhr ihm hinten rein und kam anschließend mit meinem Vorderrad an den Bordstein, der mich dann final zu Sturz brachte. Leider konnte ich das Kennzeichen nicht mehr sehen. Und natürlich ist der Motorradfahrer abgehauen. Aber wenigstens ist meinem Fahrrad nichts Ernsthaftes passiert.



Montag, 23. Juli 2012

"Wir sind der Verkehr"

Süddeutsche Zeitung
20.07.2012
Von Marco Völklein

Nur das schlechte Wetter kann sie stoppen: Einmal im Monat treffen sich Radler und fahren als Gruppe durch München - in Zweierreihe und auf den Hauptverkehrsstraßen. Das Gesetzt erlaubt es ihnen, wenn eine kritische Masse erreicht ist. 

Ihr Symbol ist ein stilisiertes Fahrrad und eine Faust. Ihr Name ist "Alfine Rohloff". Und ihr Anliegen ist es, an jedem dritten Freitag im Monat möglichst viele Radfahrer am Fuße der Bavaria zu sammeln, um gemeinsam für ein, zwei Stunden durch die Stadt zu radeln. Bei gemütlichem Tempo. Und wenn es dunkel ist, natürlich auch mit Licht am Rad. Allerdings soll die Fahrt nicht auf teils engen und holprigen Radwegen stattfinden. Sonder auf der Fahrbahn, also dort, wo sonst Autos und Lkw unterwegs sind. ...weiter lesen

Freitag, 13. Juli 2012

Critical Mass

Freitag
20.07.2012
20:00 Uhr
Theresienwiese / am Fuße der Bavaria

Dieses Mal wird nicht nur definitiv der versprochene Stargast mitfahren, sonder auch evtl. ein Filmteam des Bayrischen Rundfunks anwesend sein. 


!!! Nachtrag: aufgrund der Wettervorhersage hat der Bayrische Rundfunk sein Kommen verschoben !!!




Freitag, 6. Juli 2012

Radl & Fashion Show

Die Radl & Fashion Show 2012 war zwar nicht so glamourös wie die des vergangenen Jahres, dafür punktete sie aber mit wesentlich zweckmäßigerer Kleidung. Dennoch würde sich wohl kaum jemand so auf dem Drahtesel kleiden - dafür war sie halt noch nicht zweckmäßig genug. Ich will hier aber mal diese Verbesserung als den Weg in die richtige Richtung werten. Was mir aber leider wieder sehr negativ aufgefallen ist, ist die Auswahl der Models. Wieder mal nur Magamodels, denen man am liebsten ein richtig fettes Stück Fleisch als Gage geben würde. Ich würde mir für die Show 2013 normal gebaute Menschen wünschen. Und ich behaupte mal, dass ich mit diesem Wunsch nicht alleine stehe. Dennoch eine sehr nette Show in einer netten Umgebung mit netten Leuten. Ich kann den Besuch trotz meiner Kritik sehr empfehlen. 

Es haben gezeigt:

Münchener Designerinnen
  1. Angelika Paschbeck - Fummel und Kram
  2. Monica Liebetanz - MOMA LI Design
  3. Judith Nemec - Ju:did
Internationale Marken
  1. PefALEd
  2. Levi's Commuter Kollektion
Modeschulen
  1. AMD Akademie Mode & Design
  2. Deutsche Meisterschule für Mode MfM
Fahrräder
  1. stilrad°°
Showdesignerin
  1. Adelinde Knorr


video

video

Ich weiß dass das Foto und die beiden Videos nicht besonders gelungen sind. Aber was will man von einem Handy erwarten. Wenn sich jemand findet der mir eine bessere Ausrüstung spendet, wird es das nächste Mal sicherlich wesentlich besser. Falls aber jemand nur besseres Material zur Verfügung hat, würde ich es auch nehmen ;)

Hier aber noch einmal ein fettes Dankeschön an die Stadt München und Green City e.V., welche mir die zwei Karten geschenkt haben. 

Donnerstag, 5. Juli 2012

Einfach nur Dummheit oder doch nur Ignoranz?


Geschäftsidee

Dieses ist auch eine Idee wie an neue Kunden für seinen Pflegedienst kommt:


Natürlich auf der Ostpreußenstraße in München!

Sonntag, 24. Juni 2012

Mittenwald - Bad Tölz

Der Isarradweg von Mittenwald bis Bad Tölz ist gut ausgeschildert und auch für ungeübte Fahrradfahrer machbar. Dieser Abschnitt des gut 285 Km langen Radweges von Scharnitz bis Deggendorf ist ca. 80 Km lang und somit eine ideale 1-Tages-Tour. Ich empfehle aber den Kauf einer Karte, da diese an manchen Stellen, obschon alles gut beschildert ist, doch die nötige Sicherheit bei der Streckenfindung bringt. Wir haben hier gute Erfahrung mit der Radwanderkarte "Leporello" gemacht (ISBN 978-3-89920-409-4 / 6,50 Euro).
Leider war es an diesem Tag einfach zu heiß (30°C im Schatten), so dass wir es nicht - wie eigentlich geplant - bis München geschafft haben. Macht aber nichts, da es zwischendurch 2 Ortschaften mit einem Bahnhof gibt. Sicherlich ist die Strecke schöner, wenn man von Norden nach Süden fährt. Das hat aber naturgemäß den Nachteil des stetigen Anstieges, bringt aber den Vorteil des schönen Blickes auf die Alpen. Wir hatten leider die Alpen immer im Rücken. 


Mittenwald



Durch einen Golfplatz - haben aber keinen Ball am Kopf bekommen ;)


Holzbrücke über den "Sausender Graben"




Fehlen nur noch Palmen und man fühlt sich wie in der Karibik




Nein, das sind keine Hünengräber

Donnerstag, 21. Juni 2012

Baustelle

Am vergangenen Wochenende auf der St.-Bonifatius-Straße in München:


Da hat jemand wohl nicht nur seine Augen zu gemacht, sondern auch sein Hirn ausgestellt. Aber Willkommen in der Fahrradhauptstadt München, die sich seit neuestem sogar in einem Atemzug mit Amsterdam und Kopenhagen nennt. Zumindest hat das ein offizieller Redner auf der vergangenen Radlnacht gemacht. 

Donnerstag, 7. Juni 2012

Critical Mass

!!! Bei geilstem Wetter !!!



Wann:             Freitag
                        15.o6.2o12
                        2o:oo Uhr

Wo:                 München
                        Theresienwiese
                        zu Fuße der Bavaria

Wer:               alle die eine Fahrrad mit dabei haben,
                        sind herzlich eingeladen.


Dieses Mal ist vielleicht sogar ein Gastradler dabei. Jeder kennt ihn; denn er ist bekannt aus Film, Fernsehen und den Printmedien. Mehr wird aber noch nicht verraten ;)


Was ist eigentlich eine Critical Mass?: 
"Critical Mass (Kritische Masse) ist eine international verwendete Aktionsform, bei der sich mehrere nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer scheinbar zufällig und unorganisiert treffen, um mit gemeinsamen und unhierarchischen Protestfahrten durch Innenstädte mit ihrer bloßen Menge und ihrem konzentrierten Auftreten auf ihre Belange und Rechte gegenüber dem motorisierten Individualverkehr aufmerksam zu machen." (Auszug aus Wikipedia)

Montag, 4. Juni 2012

Bike Kitchen am 03.06.2012

War mal wieder eine tolle Sache....








Nachtrag zu "Über die Sinnhaftigkeit des Unsinns"

Heute bekam ich folgende Mail von einem Mitarbeiter der Stadtverwaltung:


Sehr geehrter Herr ...,

vielen Dank für Ihr E-Mail, wir konnten daraufhin die Schilder von der aufstellenden Umzugsfirma wieder entfernen lassen.
Leider ist es bei über 10000 Haltverbotsanordnungen pro Jahr für die Durchführung von Umzügen nicht möglich jede Örtlichkeit vorab zu prüfen.

In diesem Bereich der Cosimastraße wurde nach Fertigstellung der neuen Tram-Linie ein Fahrradweg eingerichtet. Nachdem selbst Anwohner den Fahrradweg mit einer Parkbucht bzw. markierten Seitenstreifen verwechselten wurden zusätzlich absolute Haltverbote eingerichtet um ein beparken des Fahrradweges zu verhindern.

Eine vorsätzliche Gefährdung von Menschenleben ist nicht im Sinne der Straßenverkehrsbehörde. Die Erteilung einer Ausnahmeerlaubnis vom absoluten Haltverbot ( was in diesem Fall die richtige Vorgehensweise bzw. Antragsstellung gewesen wäre ) wird von uns in Zusammenarbeit mit der jeweils zuständigen Polizeiinspektion geprüft.
Bei Erlaubniserteilung werden dementsprechende Auflagen unserseits angeordnet, die eine Gefährdung sämtlicher Verkehrsteilnehmern ausschließt.


Mit freundlichen Grüßen

Freitag, 25. Mai 2012

Über die Sinnhaftigkeit des Unsinns

Macht es Sinn ein Park- und Halteverbotsschild dort aufzustellen, wo eh das Halten und Parken schon verboten ist? Nein? Falsch gedacht!
Die Sinnhaftigkeit eines solchen Schildes an dieser Stelle ist von mir zwar nur eine Mutmaßung, entspricht wahrscheinlich aber der Realität: wenn auf einer einspurigen Straße ein Halteverbot ausgesprochen wird, ist das sicherlich richtig! Wenn ich nun aber für diese Straße ein Schild miete, welches dieses Verbot ebenfalls ausspricht, heißt es im Umkehrschluss, dass die Stadt mir als - in diesem Fall - Umzugsunternehmer das Parken hier für einen angemieteten Zeitraum erlaubt. Gut für den Umzugsunternehmer und gut für die Stadt. So kann der Umzugsunternehmer dort parken, wo er sonst hätte nicht parken dürfen und so kann die Stadt noch einmal Geld verdienen. Nun ist es an dieser Stelle aber so, dass ein parkendes Auto die ganze Straße blockieren würde. Aber wozu gibt es einen Fahrradweg?! Also wird der Umzugsunternehmer auf eben diesen Fahrradweg parken müssen, obschon auch ohne ein  Parkverbotsschild das Parken hier verboten währe. Hauptsache der motorisierte Verkehr wird nicht gestört. Die Stadt München nimmt mit dieser Aktion also mutwillig Menschenleben in kauf, muss doch der Fahrradfahrer und Fußgänger nun auf die Straße ausweichen.

Dieses Halteverbotsschild hat übrigens mindestens 82,11 Euro gekostet (Kostentabelle) und musste vom zuständigen Ordnungsamt genehmigt werden. Das Ordnungsamt bekommt für die Genehmigung dann noch einmal 25 -35 Euro! Damit ist nun endlich auch einmal der Preis für die Unversehrtheit eines Fahrradfahrers offiziell.

Willkommen in der Fahrradhauptstadt München!



Freitag, 18. Mai 2012

Helfer gesucht

Für die Radlnacht und Green City mal einen Eintrag:


Mit dem Rad durch die Stadt auf der Straße ohne Autos…... Das ist die Radlnacht.
Dieses Jahr fahren wir wirklich die schönste Stecke überhaupt: http://www.radlhauptstadt.muenchen.de/highlights-2012
Damit die 3. Münchner Radlnacht überhaupt stattfinden kann brauchen wir fast 200 Ordner die Kreuzungen absperren und den Zug anführen bzw. abschließen. Ihr bekommt von uns die entsprechende Einweisung und Informationsmaterial sowie eine Verpflegung ein Raldhauptstadt T-shirt und eine Warnweste. Ausrüstung und Infos kann man sich am Samstag zwischen 17.00 und 19.30 Uhr im Green City Veranstaltungsraum in der Goethestraße abholen, auf der Straße müsste man ab 20.30 bereitstehen.Also wenn Ihr so etwas schon immer mal machen wolltet oder jemanden kennt der Lust hat dann meldet euch bitte bei uns unter der Email Adresse: event@greencity-projekt.de und helft uns die Radlnacht möglich zu machen!!!

Hier ist zum teilen in Facebook ein Link :


Dienstag, 15. Mai 2012

Nur so ein Gedankengang

Hm, ich frage mich, ob es übertrieben ist wenn ich dieses Verhalten als versuchte Körperverletzung betrachte. Hätte jedenfalls fast funktioniert - konnte gerade noch bremsen. Man, da hätte ganz schön was passieren können...! Zumindest hat der Fahrer es nun auf Platz 1 meiner Liste der Volltrottel der Woche geschafft - Glückwunsch. 



Critical Mass

Freitag 18.05.2012
20:00 bis 22:00 Uhr
Theresienwiese
zu Fuße der Bavaria 


Um 20:00 Uhr auf der Theresienwiese unterhalb der Bavaria treffen sich mal wieder Fahrradfahrer für eine gemeinsame Ausfahrt. Teilnehmen kann wie immer jeder der ein Fahrrad mit hat. Dieses Mal soll evtl. sogar ein Anhänger mit Musikanlage dabei sein. Weitere Infos auch unter Facebook "Critical Mass München".

Montag, 14. Mai 2012

BikeKitchen

BikeKitchen
Donnerstag 17.05.2012
15:00 bis 20:00 Uhr
im GreenCity Loft


Der 17. Mai ist ein vielschichtiger Tag. Zu einen ein Feiertag. Ihr könnt z.B. mit der BikeKitschen feiern, dass sie nun offiziell ein  eingetragener Verein sind. Zum anderen ein christlicher Feiertag. Die BikeKitchen schlägt vor, dass Ihr statt Christi Himmelfahrt die Jungfernfahrt Eures neuen-alten Rades plant. Und dann ist noch Vatertag, neuerdings auch Männertag genannt - wenn das kein Grund zum Schrauben ist?! Für Frauen erst recht ;)
Wir treffen uns ab 15:00 Uhr in dem Green City Loft, Goethestr. 34 RGB und schrauben bis 20:00 Uhr an Klapp-, Renn- und Omarädern.
Verbrauchsmaterialien und gängige Ersatzteile könnt Ihr wie immer bei der BikeKitchen zum Unkostenpreis erwerben. Getränke gibt es auch - Werkzeug und Hilfe gegen eine Spende sowieso.

Sonntag, 29. April 2012

Willkommens-Radltouren für "Zuagroaste"

"Die Radlhauptstadt lädt neue Bürgerinnen und Bürger ein, ihre künftige Heimat auf schönen und praktischen Radlrouten zu entdecken und Münchner Geschichten im wahrsten Sinne des Wortes zu erfahren. Die Willkommens-Radltouren bieten Ihnen auf unterschiedlichen Strecken..." (weiterlesen)


Dieses ist doch mal eine Aktion die einer selbsternannten Radlhauptstadt gebührt. Klasse, weiter so!


Eigentlich schade, dass ich schon fast 2 Jahre in München lebe - so kann ich nicht mehr teilnehmen.

Samstag, 28. April 2012

Wiederverwertung

Habe ich gestern auf der Critical Mass in München entdeckt:



Dienstag, 24. April 2012

Critical Mass

Wann:    Freitag
              27.o4.2o12
              2o:oo Uhr

Wo:        Theresienwiese /
              zu Fuße der Bavaria

Wer:       Alle mit Fahrrad
              sind eingeladen!

Was ist das: "Critical Mass (Kritische Masse) ist eine international verwendete Aktionsform, bei der sich mehrere nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer scheinbar zufällig und unorganisiert treffen, um mit gemeinsamen und unhierarchischen Protestfahrten durch Innenstädte mit ihrer bloßen Menge und ihrem konzentrierten Auftreten auf ihre Belange und Rechte gegenüber dem motorisierten Individualverkehr aufmerksam zu machen." (Auszug aus Wikipedia)

Weiter Infos
                       Süddeutsche Zeitung 
                       Facebook: Critical Mass München

Dienstag, 17. April 2012

Guten Biken

Das ist noch einmal ein cooler Laden in München:


Zu finden unter: Guten Biken

Sonntag, 25. März 2012


Verwirrspiel auf Kosten der Fahrradfahrer

Heute am Rotkreuzplatz in München:

ca. 100 Meter weiter:

Willkommen in der Radlhauptstadt München!

Samstag, 24. März 2012

Bikekitchen Doublespeed am 26.03. im "8below"



Die BikeKitchen erhöht die Schlagzahl nach der erfolgreichen Vereinsgründung! Neben neue regelmäßige Termine (jeden 2. Donnerstag im Monat), sind sie am Montag den 26.03.2012 gerade noch rechtzeitig zum Frühlingsanfang wieder im 8below, Schützenstraße 8, München. Von 18:oo bis 21:oo Uhr heißt es, macht eure Drahtesel fit, damit sie euch fit machen. Werkzeug, gängige Ersatzteile und technische Hilfe bekommt ihr von der BikeKitchen - schrauben dürft ihr selber. Und damit ihr euch auf den Feierabend danach freuen könnt, gibt es ab 21:oo Uhr - und vielleicht auch schn früher - flockige Grooves von DJ Mary Maude (She-La) and Sky
Pantona (Gid Rid, Candy.



Weitere Infos unter www.bikekitchen.de.

Freitag, 16. März 2012

Selbstversuch


Gestern ergab sich, dass ich auf dem Heimweg von einem Polizeiauto behindert wurde. Dieses Auto stand auf dem benutzungspflichtigen Fahrradweg, obschon die Straße alle Möglichkeiten des ordnungsgemäßen Parkens bot. Ich schätze dass knapp 60 Autos, ordentlich und ohne Behinderung des Rad- oder es Straßenverkehrs dort noch Platz gehabt hätten.

Wie es mir also der Gesetzgeber gebietet, drehte ich mich um, vergewisserte mich dass ich keinen anderen Verkehrsteilnehmer behindern würde und wich auf die Straße aus. Gerade am Einsatzfahrzeug vorbei gefahren passierte das was natürlich passieren musste; ein – in diesem Falle – Mercedes S-Klasse Fahrer bedränget mich von hinten, hupte dass selbst die Kirchenglocken des Petersdoms hätten nicht mithalten können und überholte mich dann mit einem Abstand, der dem Fahrer fast seinen Außenspiegel und mich meine Gesundheit gekostet hätte.
Eigentlich hätte ich die Sache auf sich beruhen lassen, bin ich doch solche Situationen gewohnt. In diesem Fall musste ich aber an die Berichte einiger anderen Fahrradblogger denken, die schon mal mit Polizisten in Konflikt geraten waren. Also habe ich ein Foto des parkenden Einsatzwagens gemacht und bin mit diesem Bildmaterial zur nächsten Polizeiinspektion (Prinzregentenplatz, München) gefahren. Die Augmentation des dort diensthabenden Beamten war mir zwar schon aufgrund der vielen Berichte in der Fahrradblogszene klar, aber ich wollte es einmal selber mitbekommen.

Ein Beamter begrüßte mich und frage mich sehr nett nach meinem Begehr. Ich schilderte ihm, mit bewusst ruhigen Ton und mit sehr bedachten Worten die Situation. Der Polizist meinte darauf hin, dass es sich wahrscheinlich um einen Einsatz gehandelt habe, würde aber gerne mal in seinen Protokollen diese Vermutung bestätigt wissen. Das tat er auch. Angeblich würde es sich hier tatsächlich um eine Einsatz gehandelt haben und die Kollegen seien somit von der StVO befreit gewesen. Mein Gesprächspartner hat mir sogar ansatzweise den Grund des Einsatzes genannt. Eine ältere Dame sei in einem Nachbarhaus tot aufgefunden worden. Auf meine Frage hin, warum das ein Grund gewesen sei den Fahrradweg zu blockieren, immerhin sei ja in der „Radfahrernovelle“ von 1997 (§ 49.9 StVO) klar ersichtlich, dass diese Stelle eine besondere Gefährdung des Radverkehrs auf der Straße darstelle, wurde sein Ton leicht angespannter. Ich hatte das Gefühl, er fühlte sich von mir persönlich angegangen. Es sei, so der Beamte, keine Zeit bei einem Einsatz über solche Dinge nachzudenken. Er selber würde auch in einem Einsatz dort parken wo es ihm gerade in den Sinn komme. Es würde halt bei einem Einsatz jede Sekunde zählen. Es sei aber schon für ihn nachvollziehbar, dass an einem Tag, der 10°C wärmer als der Vortag sei, die Gemühter hochkochen würden. Fakt ist übrigens, dass es gestern nur 4°C wärmer als vorgestern war. Aber das nur mal so nebenbei. Des Weiteren würde des ja schon zum guten Ton gehören linkes Gedankengut verinnerlicht zu haben und dass man dann natürlich gleich auf die Barrikaden gehe, wenn dieses Auto ausgerechnet noch ein Einsatzwagen der Polizei sei. Außerdem hätte sich nicht die Polizisten, sondern ich mich falsch verhalten. Ich hätte auf keinen Fall auf die Straße ausweichen dürfen! Ich hätte anhalten, absteigen und das Fahrzeug auf dem Bürgersteig laufender Weise ausweichen müssen.
Mal davon abgesehen, dass der Polizist absoluten Schwachsinn erzählte, stellt sich bei mir die Fragen, was es für einen Unterschied macht, wenn die Polizei bei einer Leiche 2 Sekunden später eintrifft und damit den Radverkehr nicht massiv gefährdet.
Mit den Worten, dass ich sehr geschockt sei, dass er sein Gehirn bei der Anfahrt zu einem Einsatzort ausstellen würde (ähnlich hat er es tatsächlich formuliert), ihn aber dennoch dankbar für seine Zeit sei, die er sich für mein Anliegen genommen habe, verabschiedete ich mich dann.

Mittwoch, 14. März 2012


Critical Mass

Freitag,
16. März 2012
2o:oo Uhr
Bavaria in München