Montag, 30. Mai 2011


Critical Mass vom 13.05.2011


Montag, 23. Mai 2011


Schonzeit ist vorbei - Polizei mit Prioritäten


Hatte ich in den letzten Wochen, vor allem aber in der vergangenen Woche, wo die Stadt München ihre "Radlschau-Woche" veranstaltete, das Gefühl, die Kontrollen der Polizei bei Radfahrern habe nachgelassen, sieht es für mich einen Tag nach dieser Aktion wieder ganz anders aus. Auf dem Heimweg von der Stadt entdeckte ich an der Rosenheimer Str. Ecke Am Gasteig gleich 7 oder 8 Polizisten, die nur drauf warteten - so hatte es zumindest den Anschein, dass sie einen Radler beim Falschfahren erwischen. Es ist nicht so, dass ich Kontrollen schlecht und unnötig finde. Ich bin sogar der Meinung, daß Radfahrer ohne Licht viel mehr zur Kasse gebeten werden sollten, aber es kommt immer auf das Wie an.


2 Km weiter, an der Ecke Einsteinstraße / Mittlerer Ring bzw. Richard-Strauss Straße entdeckte ich zwei Fahrradpolizisten in Zivil. Sie kassierten gerade 2 Fahrradfahrer ab, die allem Anschein nach eine Ordnungswidrigkeit begangen hatten. Gleichzeitig fuhr ein Kleintransporter über dem Fahrradweg der Richard-Strauss Straße, um auf dem Gehweg zu parken. Nachdem die Polizisten ihre Arbeit verrichtet hatten, stiegen diese wieder auf ihre Räder, fuhren direkt am Kleintransporter vorbei und kümmerten sich einen Scheiß um die Behinderung für Fahrradfahrer und Fußgänger. Willkommen in der Fahrradhauptstadt München!

Sonntag, 22. Mai 2011

Auf dem Kopf gestellt

Dieses Rad gehört einem Augsburger Blogger (sein Blog). Eine wirklich nette Idee, sieht man doch die mitlerweile schon fast normalen Hochräder bei jeder Veranstaltung. Ein genaueres Betrachten lohnt sich hier wirklich.

Donnerstag, 19. Mai 2011


Nachtrag (3) - Artikel vom 10. März 2011

Baustellen - immer wieder eine Freude

Vor einigen Tagen bekam ich vom KVR (Kreisverwaltungsreferat) eine Email mit folgendem Inhalt:

"... zu Ihrer Anfrage darf ich Ihnen Folgendes mitteilen:
Am 09.05.2011 wurde eine neue Bauphase für den Umbau des nördlichen
Geh- und Radweges entlang der Cosimastraße zwischen Effnerstraße und Oberföhringer Straße eingerichtet. Hierfür ist die Sperrung des nördlichen Geh- und Radweges sowie eine Einbahnregelung der Cosimastraße in westlicher Richtung erforderlich.

Die südliche Gehbahn der Cosimastraße ist in diesem Abschnitt mit Zeichen 239 StVO (Sonderweg Fußgänger) und Zusatzzeichen 1022-10 StVO (Radfahrer frei) zum Befahren in westlicher Richtung freigegeben.

Radfahrer somit die Möglichkeit, entweder entlang der Fahrbahn oder entlang der südlichen Gehbahn zu fahren.

In östlicher Richtung (also entgegen der Einbahnregelung) ist die südliche Gehbahn der Cosimastraße mit Zeichen 240 StVO als gemeinsamer

Fuß- und Radweg beschildert.

Die von Seiten des Kreisverwaltungsreferates angeordnete Baustellenbeschilderung wird im Rahmen unserer Möglichkeit auf die Richtigkeit der Aufstellung kontrolliert..."


Und in der Tat; es ist nun eine gute und sicher Lösung gefunden und umgesetzt worden. Manchmal lohnt es sich also schon, den zuständigen Behörden auf solche Dinge aufmerksam zu machen.


Mittwoch, 18. Mai 2011


Liebe Leser,


ich habe es geschafft; ich bin der Münchener Radlstar 2011. Mit großem Abstand zu Platz 2 habt Ihr mich gewählt. Dafür möchte ich mich hiermit sehr bedanken. Ich hatte eigentlich nur den Anspruch in der besseren Hälfte zu liegen. Diesen Anspruch habe ich natürlich im Laufe der Bewertungszeit immer weiter hochgeschraubt, war ich doch von Anfang an sehr gut platziert. Am kommenden Samstag werde ich offiziell zum Radlstar gekürt. Ich weiß noch nicht recht was mich erwartet. Ich werde auf der Bühne von Radio Charivare als Sieger bekannt gegeben. Anschließend soll ich bei der Radl & Fashion Show teilnehmen und natürlich auch die Radlnacht mitfahren. Natürlich werde ich Euch auf dem Laufenden halten.


Samstag, 14. Mai 2011


Radlstar Zwischenstand


Von 133 Bewerbern stehe ich nun auf dem 2. Platz. Das ist viel besser als ich erwartet habe. Verständlich, dass ich nun auch noch auf den 1. Platz schaue, zumindest aber meine Platzierung festigen und sichern will. Noch ist der Abstimmungszeitraum nicht zuende. Und noch können mich Konkurenten überholen und meinen Platz auf dem Treppchen streitig machen. Also, abstimmen und mir 5 Punkte geben. Gleichzeitig allen Mitbewerbern nur einen Punkt geben, damit deren Durchschnitt runtergezogen wird. Mein Bewerbungsfoto kann man sich einen Blogeintrag weiter anschauen.

Das Ganze hat auch noch einen guten Zweck; ich habe einer der Organisatorinnen von BikeKichten versprochen, ein T-Shirt von dieser tollen Organisation zu tragen, falls ich gewinne.

Mittwoch, 11. Mai 2011


Radlstar München


Ich habe vor einigen Tagen eine Wette verloren und musste mich nun für den Radlstar München bewerben. Ist ein netter Wetteinsatz wie ich finde und ich habe natürlich meine Bewerbung abgegeben. Nun habe ich auch den Anspruch auf einer der vorderen Plätze zu kommen. Dabei könnt Ihr mir helfen: geht auf die Seite von Radlstar, tragt Euch dort als Wähler ein und gebt mir Eure Stimme. ;)



Ostpreußenstraße

Am vergangenen Freitag wollte ich wie immer mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Nicht weit gekommen, sehe ich dann diese typische Situation auf der Ostpreußenstraße. Alle 4 Phantasieparker standen mit nur wenigen Metern Abstand voneinander auf der Straße - äh, benutzungspflichtigen Fahrradweg.

Montag, 9. Mai 2011


Fahrradfahrer-Kopf-Spalt-Mechanismus


Die Stadt München hat nun endlich den Kopf-Spalt-Mechanismus (Bericht vom 04.10.2010) entfernt. Laut eines Mitarbeites des Kreisverwaltungsreferats (KVR) ist das Schild nach einer Bürgerbeschwerde demontiert worden.



Sonntag, 8. Mai 2011

Aus dem Münchner Samstags Blatt
Jahrgang 11, Nummer 18 Ausgabe Münchner Osten, 7. Mai. 2011


Samstag, 7. Mai 2011


Critical Mass in München


Am Freitag den 13.05.2011 ist es wieder soweit. Nach sehr langer Pause startet wieder eine Fahrradtour (!) durch München. Eingeladen sind alle Fahrradfahrer, die sich auf ordentliche und legale Weise einen Platz im Straßenverkehr zurück erobern wollen.

Treffen: Freitag den 13.05.2011 um 20:00 Uhr an der Bavaria in München

Da es sein kann, dass die Polizei während unserer Fahrradtour auf uns aufmerksam wird, ist es besonders wichtig mit Licht unterwegs zu sein. Ihr wisst ja: Schaltungen werden überschätzt - Licht nicht!


Politik - Artikel vom 05.05.2011
Samstagsblatt München



München · „Verkehrsmittel der Zukunft“


Radeln in München: Mehr Unfälle sorgen für Diskussion


München · Was gibt es Schöneres, als sich am Feierabend oder am Wochenende auf den Sattel zu schwingen und entspannt zum Markt zu radeln, an die Isar zum Picknick oder durch den Englischen Garten mit Stopp an einem Biergarten. Doch im Alltag bedeutet Radlfahren in der Stadt häufig: Stress statt Spaß.


Das liegt zum einen an zu schmalen Fahrradwegen, die immer wieder für brenzlige Situationen sorgen: „München ist zwar auf einem guten Weg“, sagt Traudl Schröder, Sprecherin des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) München, aber es gebe halt noch viele alte Radwege aus den 70er-Jahren, die durch ihren begrenzten Platz für Radfahrer und Fußgänger für Konflikte sorgen.

Auch das Verhalten einiger Radler sorgt für Unmut: Jeder zweite ist selbst schuld an einem Unfall, so die Erfahrung der Münchner Polizei. „Im Jahr 2010 verursachte diese Verkehrsgruppe 56 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Fahrradfahrerbeteiligung“, erklärt der zuständige Polizeihauptkommissar Ulrich Meyer-Arend. Heuer sind bisher bereits 40,6 Prozent mehr Fahrradunfälle passiert. „Sicherlich wirken mehrere Faktoren zusammen“, so Meyer-Arend, „angefangen vom schönen Wetter und der damit verbundenen stärkeren Nutzung des Verkehrsmittels Fahrrad.“ Damit erklärt auch die ADFC-Sprecherin die hohen Zahlen. „Aber auch das Maß an Diziplin im Straßenverkehr bzw. der Beachtung oder Nichtbeachtung von Verkehrsregeln“, wie es Meyer-Arend formuliert, seien Grund für die Zunahme. Die häufigsten Fehler der Fahrradfahrer: verbotswidriges Befahren des Radweges entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung, Fehler beim Überholen, Fehler beim Abbiegen, Verstoß gegen das so genannte Rechtsfahrgebot, nicht angepasste Geschwindigkeit und Alkoholeinfluss.

„Radfahrer sind nicht rücksichtsloser als andere Verkehrsteilnehmer“, behauptet Schröder. Stress und Hektik hätten allgemein zugenommen im Verkehr. Das Rad sei trotzdem das Verkehrsmittel der Zukunft für die Stadt, optimal für alle Wege bis etwa fünf Kilometer, so Schröder: 14 Prozent aller Wege in der Stadt würden mittlerweile mit dem Rad zurückgelegt, berichtet Schröder, 2002 seien es noch 10 Prozent gewesen.

Noch mehr Münchner auf den Sattel bringen will München mit seiner 2010 gestarteten Radl-Kampagne, in deren Rahmen vom 16. bis 21. Mai eine Radlschau-Woche stattfindet mit einem täglich bunten Programm (mehr unter www.radlhauptstadt.de): „Fahrradfahren hat Stil, ist gesund, klimafreundlich und zudem die schnellste Möglichkeit sich in der Stadt fortzubewegen“, wirbt die Stadt für ihr ehrgeiziges Ziel. Kritik kam vor kurzem von der CSU-Stadtratsfraktion: „Die Stadt hat viel Geld für eine Fahrrad-Marketingkampagne (unter anderem Radl-Kasperl, Wadl-Casting) in die Hand genommen, um den Radverkehr deutlich zu steigern. Diese Mittel wären besser für geeignete Maßnahmen zur objektiven und subjektiven Sicherheitsförderung verwendet worden wie zum Beispiel den von uns geforderten Fahrradwegebau oder Verkehrssicherheitsschulungen“, sagt der Fraktionsvorsitzende der Rats-CSU, Josef Schmid.

Besonders ein Dorn im Auge ist Fraktionsvize Richard Quaas der Bereich Odeonsplatz-Residenzstraße-Dienerstraße-Marienplatz-Rindermarkt. Das funktioniere nicht wie geplant als „Verkehrsbegegnungszone“, wo sich die Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt bewegen können sollen, „sondern führt zur Sicherheitsgefährdung für alle“, und fördere die zunehmende „Radl-Rambo-Mentalität“ und Missachtung der Verkehrsregeln, selbst bei Senioren, wie die CSU festgestellt haben mag. „Deswegen müssen jetzt auch die Erkenntnisse der Unfallstatistik unter dem besonderen Gesichtspunkt der Sicherheit für alle im Innenstadt-Querungskonzept Berücksichtigung finden.“

„Wir rufen dazu auf, nicht zu polarisieren“, meint Schröder vom ADFC, „sondern sind für ein Miteinander und mehr Mitdenken für andere.“ Hauptproblem sei, „dass der Radverkehr nicht ernst genommen wird. Das Fahrrad wird als Sport- und nicht als Verkehrsmittel gesehen“, ärgert sich Ernst Schmidt, Sprecher des ADFC im Landkreis Nord und Experte für die Situation vor den Toren Münchens, von Schleißheim bis Ismaning. Und da gäbe es einiges zu verbessern: „Zwei-Richtungsradwege innerhalb von Ortschaften sollten tunlichst vermieden werden, um die Verkehrssicherheit von Fußgängern und Radfahrern zu erhöhen“, meint Schmidt. Ein Fußweg mit Benutzungserlaubnis für Radfahrer sei hier meistens sinnvoller. Auch mit wenig Geld könnte man da viel erreichen in Sachen bessere und sichere Radwege. „Mein Wunsch ist“, so Schmidt, „dass das Fahrrad in den Verkehrsplanungen als Verkehrsmittel für den Nahbereich gleichberechtigt wie das Auto in den Verwaltungen und Planungsbüros berücksichtigt wird.“

Radwege entlang von Parkanlagen und wenig befahrenen Straßen zeigt der „Münchner Radlstadtplan“, der gerade in der neunten Auflage erschienen ist. Er ist kostenlos erhältlich auf Nachfrage in den Foyers im Referat für Gesundheit und Umwelt (Bayerstraße 28 a), im Baureferat (Friedenstraße 40), im Kreisverwaltungsreferat (Ruppertstraße 19) sowie beim ADFC (Platenstraße 4) und in der Stadt-Information im Rathaus (Marienplatz 8). Von Michaela Schmid