Sonntag, 9. Oktober 2011

Kinderrassel für das Kreisverwaltungsreferat


Man sollte dem Münchener Kreisverwaltungsreferat (KVR) nicht böse sein - sie wissen es einfach nicht besser. Irgendwie niedlich! Vielleicht bringe ich denen mal eine Kinderrassel mit, dann müssen sie auch nicht immer mit diesen schweren Blechschildern spielen.

Im unteren Bild muss man genau hin schauen. Dort ist die Benutzungspflicht auf dem Fahrradweg angeordnet, obschon er gleichzeitig für den Radverkehr gesperrt ist (siehe aufgemahltes Schild auf dem Aspalt). Wenn ihr das untere Foto anklickt, könnt ihr es besser erkennen, da sich das Bild dann vergrößert.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Also das untere find ich gut, fahrradstreifen ist besser als fahrradweg...

Michael hat gesagt…

Das untere Bild (Rosenheimer Straße) ist ja auch eine neulich, d.h. jedenfalls in 2011, geänderte Radwegführung. Früher ging da, wo das Fahrrad-Verboten Schild steht, der Bordsteinradweg lang.
Sie machen hier also nur deutlich, daß man als Radler jetzt den Radfahrstreifen nutzen soll und nicht mehr auf dem Bürgersteig fahren darf (bzw. muß).
Und für mich (fahre da ab und zu vorbei) ist das auch nicht mißverständlich.

-> Aus meiner Sicht eher ein "gut gemacht".

Highner hat gesagt…

@Michael, eigentlich hast du Recht. Ich finde den Radfahrstreifen auch wesentlich besser als den Radweg. Leider (siehe Pfeil) hast die Stadt auf dem nun verbotenen Fahrradweg aber noch immer eine Kennzeichnung zur Benutzungspflicht. Also was soll ein Fahrradfahrer nun machen. Dort sehen also 2 sich gegenseitig ausschließende Schilder (Markierungen). Das ist aber auch schon das einzige, was ich an dieser Stelle beanstande.

Anonym hat gesagt…

die Lösung auf dem unteren Bild finde ich jetzt auch nicht so schlecht. Man will damit verdeutlichen, dass der alte "Bürgersteigradweg" nicht mehr befahren werden darf, d.h. kein Radweg ohne Benutzungsplicht ist. Sie hatten nur kein Geld oder keine Lust, den alten Belag so umzugestalten dass es eine Fläche mit dem restlichen Bürgersteig ist. Wenn dort die nächsten Tiefbauarbeiten der Telekom durchgeführt werden, wird bestimmt alles einheitlich gepflastert und das Verbotsschild komt weg.
Bin dort früher oft langgefahren. Wenn der neue Radstreifen oben vor dem Bücherei-Eingang weitergeht, ist das eine echte Verbesserung.

Anonym hat gesagt…

Hier liegt ein Missverständnis vor. Laut StVO weist ausdrücklich ein SCHILD einen benutzungspflichtigen Radweg aus. Das Zeichen auf dem Boden hat und hatte keine rechtliche Bindung.

Zur Erläuterung: ein benutzungspflichtiger Radweg muss nach jeder Einmündung erneut durch ein SCHILD gekennzeichnet werden.

In diesem Fall ist also alles richtig gemacht worden. Leider ist das nicht immer so. Oft fehlt die Wiederholung eines Schildes nach einer Einmündung. Rein rechtlich ist dann die Radwegbenutzungspflicht aufgehoben, auch wenn auf dem Boden ein Zeichen aufgemalt ist.

Highner hat gesagt…

Wenn tatsächlich das gemalte Schild auf dem Boden keine Bedeutung hat, hätte das KVR wirklich alles richtig gemacht.

Leider habe ich aber schon die Erfahrung machen müssen, dass ich habe Strafe zahlen müssen, da ich eben ein "gemaltes Schild" ignoriert habe. Laut des Polizisten, der mich damals abgemahnt hat, würde ein "gemaltes Schild" gleichgestellt mit einem normalen Schild sein.