Mittwoch, 10. August 2011

Verarschen kann ich mich auch selber!


(Nachtrag aus „Und wieder eine neue Baustelle…“)
Zuerst will ich hier mal klarstellen, dass ich wirklich nicht als Denunziant gelten will und dass mir ein immerwährendes Meckern wirklich fern liegt. Sowas wurde mir zwar noch nicht vorgeworfen, aber langsam habe ich die Befürchtung, dass man mich für einen Denunzianten halten könnte. Vielleicht liegt meine Befürchtung aber auch darin begründet, dass ich eigentlich diesen Blog eröffnet habe, um Dinge zu zeigen, die mir im Fahrradfahreralltag auffallen. Das können schöne Fahrräder sein, lustige Umbauten, oder auch ein Laternenpfahl der über und über mit Fahrradschlössern bestückt ist, wie bei meinem ersten Blogeintrag. Natürlich gibt es auch negative Dinge zu berichten - das war mir im Vorfeld auch bewusst. Leider überwiegen die negativen Dinge gerade sehr stark. Ich habe mich schon gefragt, ob ich das Auge für die Nettigkeiten im Radlalltag verloren habe. Leider ist dem aber nicht so.

In München wird gerade gebaut was das Zeug hält. Kaum eine Strecke ohne Baustelle. Kaum ein Weg ohne Behinderungen für den Radverkehr. Das nervt!!! Und wenn man dann noch unnötig umgeleitet, behindert oder gefährdet wird, kann einem Radfahrer schon mal die Hutschnurr platzen. Heute war es aber anders; ich habe herzlich lachen müssen, als ich von der Arbeit nach Hause gefahren bin. Nicht weil ich etwas besonders lustiges gesehen habe, sondern weil sich mal wieder meine Befürchtungen bestätigt haben. Auf der neuen Baustelle an der Denninger Straße hat sich im Bezug auf die Vorfahrtsregelung nichts geändert. Schade eigentlich. Vielleicht ist den verantwortlichen Mitarbeitern im KVR auch nicht bewusst, dass an dieser Straße eine Grundschule steht und man von Kindern in diesem Alter nicht erwarten kann, dass sie auf derart unüberschaubaren Verkehrsregelungen, die auch noch falsch sind, richtig reagieren. Zwar hat die Schule gerade Ferien, aber soviel ich weiß ist dort auch einen Kindertagesstätte oder Vorschule integriert. Ich kann mir vorstellen, dass diese keine 6 Wochen Ferien haben.

Dennoch hat die Stadt München (oder der Freistaat Bayern – kommt drauf an wer dafür zuständig ist) aber auch ein wirklich dickes Lob verdient; ich hätte nie gedacht dass man eine Verordnung innerhalb von 2 Tagen nicht nur ändern, sondern auch umsetzen kann. Die Baustellenschilder, die vorgestern noch auf dem Radweg standen, da das Aufstellen auf der Grünfläche verboten sei, stehen nun auf eben dieser Grünfläche. Klasse!

Lieber KVR, nun wäre nur noch eine Verordnungsänderung nötig, die es den Fußgängern und Radfahrern ermöglicht die Straßenseite zu wechseln, ohne über Bauzäune klettern, oder diese eigenmächtig öffnen zu müssen. 760 Meter Umweg plus einer Ampel sind doch an dieser Stelle wirklich nicht nötig.

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