Sonntag, 1. Mai 2011


Nachtrag (2) - Artikel vom 10.
März 2011

Baustellen - immer wieder eine Freude


Schon wieder wurde die Verkehrsführung für Fahrradfahrer und Fußgänger an der Trambaustelle auf der Cosimastraße geändert. Und schon wieder ist diese Stelle unmöglich zu befahren.


Kommt man an der Baustelle nun an, gibt es den viel zu schmalen, gemeinsam zu benutzenden und benutzungspflichtigen Fahrrad- und Fußgängerweg nicht mehr. Stattdessen ist eine provisorische und auf den ersten Blick viel zu unübersichtliche Ampelanlage eingerichtet worden. Auf der anderen Straßenseite steht aber kein Schild, welches den dortigen Fahrradweg für meine Fahrtrichtung freigibt, oder als benutzungspflichtig ausweist.


Ich habe mich schon gefreut und konnte die sichere Straße nutzen. Aber leider zu früh gefreut, da ca. 200 Meter weiter auf der gegenüberliegenden Seite der Radweg für meine Fahrtrichtung auf einmal benutzungspflichtig wird. Also die Straße queren und ab auf den Fahrradweg.


Nach weiteren geschätzten 150 Metern wird diese Benutzungspflicht aber wieder aufgehoben und mir wird freigestellt, ob ich weiter auf der sicheren Straße, oder lieber weiterhin als „Geisterfahrer“ den Radweg nutzen möchte. Also wieder auf die Straße und das zweite Mal die Fahrbahn queren. Man hat doch echt das Gefühl, die Verantwortlichen für die Verkehrsführung dieser Baustelle wissen nicht was die Bedeutung der Schilder ist, die sie dort - allem Anschein nach willkürlich - aufstellen.


Auf der Rückfahrt sollte ja alles ganz einfach sein. Immerhin ist die Baustelle jetzt ja auf der gegenüberliegenden Straßenseite – meint man! Es fängt an mit einer Beschilderung die ich in dieser Konstellation noch nie gesehen habe und mit der ich nichts anfangen kann. Zwei Schilder direkt hintereinander. Beide beschreiben eine Benutzungspflicht. Das erste Schild, welche ein Provisorium ist, zeigt mir, dass die gesamte Breite, also Fahrrad- und Fußweg nun ein gemeinsam zu nutzender Fahrrad und Fußweg ist. Ich darf also mit meinem Fahrrad fahren wo ich will – außer natürlich auf der sicheren Straße! Das Schild dahinter sagt fast selbiges, nur dass nun die Fußgänger bitte wegzubleiben haben. Alles ist also ein Fahrradweg! Dumm nur für die Fahrgäste des Busses, die an der Haltestelle nicht immer ein Fahrrad stehen haben, oder im Bus mitführen ;-)


An der nächsten Einmündung wieder die gleiche Konstellation, wie sich dann eine weitere Einmündung auch noch einmal wiederholt.


Ganz am Ende des Baustellenabschnitts, der für die Fahrradfahrer von Belang ist, wird wieder die Benutzungspflicht aufgehoben. Aber auch hier nur für ein kurzes Stück (ca. 300 Meter).


Vielleicht will die Radlhauptstadt München mit solchen Verkehrsführungen auch nur, dass möglichst alle Fahrradfahrer auf Autos umsteigen?! Fahrradfahrer sind vielleicht doch nur potentielle suizidgefährdete Menschen?!


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