Freitag, 25. März 2011


Nachtrag - Artikel vom 10. März 2011

Baustellen - immer wieder eine Freude


Es scheint ein nationales Problem mit der Beschilderung von Baustellen zu sein. Selbst in der Fahrradhauptstadt München werden diese nicht richtig und sicher für den Fahrradfahrer im Baustellenbereich aufgestellt. So auch im Fall aus meinem Beitrag vom 10. März diesen Jahres. Auf diese Problematik habe ich die verschiedenen Ansprechpartner in der Münchener Verwaltung via Mail aufmerksam gemacht und tatsächlich wurde mir am 14.03., also 2 Arbeitstage später (!), von dem Kreisverwaltungsreferat geantwortet. Hier hieß es: „...wurde mit der Bitte um Überprüfung an den zuständigen Fachbereich (KVR III/13-Großbaustellen) weitergeleitet. Auf Grund der Mängelanzeige wurde eine Ortsbesichtigung durchgeführt und die Baufirma angewiesen, die Baustellenbeschilderung regel- und anordnungskonform zu ändern...“ Anfang dieser Woche bin ich, nach meinem Urlaub, erstmals diese Strecke wieder gefahren und habe gleich einen Schock bekommen. Verbessert wurde nichts! Im Gegenteil! Nun hat die Stadt München einfach alles als Benutzungspflichtigen Rad-und Fußweg beschildert. Einen Teil des Rad- und Fußweges hat man nun etwas verbreitert. Dafür „musste“ man aber ein dementsprechendes Schild mittig auf dem gegenüberliegenden Radweg aufstellen, damit die Autofahrer nun auch wissen, wie die Vorfahrt an dieser Stelle geregelt ist.


Ich bin mir sicher dass diese Baustellenbeschilderung im absoluten Gegensatz zur StVO steht und somit unhaltbar ist. In der StVO steht, dass Fahrradwege nur noch die Ausnahme sein dürfen und dass der Radfahrer in der Regel die Straße zu nutzen hat. Bei besonderer Gefährdung der Radfahrer darf ein benutzungspflichtiger Radweg gebaut werden. Aber wie gesagt; das sind Ausnahmefälle. Gefahrenpotential besteht an dieser Baustelle für Radfahrer nicht, aber nach dieser Beschilderung nun für die Fußgänger. Ich bin schon mit meinem Lenker dort in einem entgegenkommenden Kinderwagen hängen geblieben. Zum Glück habe ich das Rad geschoben und somit ist nichts Schlimmeres passiert.


Das Schild auf dem gegenüberliegenden Radweg wurde mittlerweile entfernt, dafür ein anderes einige Meter weiter auf dem Radweg platziert. Also für mich die Erlaubnis dort auf der Straße zu fahren.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Moin Heiner,

irgendwann wird auch diese Baustelle fertig sein, und so lange nehme ich mir (wie sonst eigentlich auch, upps) das Recht heraus, so zu fahren wie ich möchte.

Gruß, Anja

Shining Raven hat gesagt…

Hi Highner,

danke, dass Du ans KVR geschrieben hast. Ich weiss, das ist immer furchtbar frustrierend, aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sich vielleicht auf Dauer etwas bessert, wenn sich immer wieder jemand beschwert.

Das mit dem umgedrehten Schild mitten auf dem Radweg ist ja nun echt kriminell...

Gruesse,

Shining Raven.