Mittwoch, 2. März 2011

Biologic3GS

Schon lange bin ich auf der Suche nach einer guten Möglichkeit, mich bei meinen Fahrradtouren über GPS leiten zu lassen. Vor Allem seit meiner Zeit in München wurde dieser Wunsch immer größer. Nun habe ich mich für die Hanyhalterung „Biologic3GS“ (aus dem Hause Dahon – ein Faltradhersteller) entschieden, welche speziell für das iPhone entwickelt wurde.


Wie der Name dieses Spielzeugs schon vermuten lässt, ist es eigentlich für das iPhone3GS vorgesehen. Ich selber nutze das aktuelle iPhone4. Aber weil ich das Glück hatte, eine Testhalterung zu bekommen (15 Euro statt für 35,00 bis 60,00 Euro), habe ich mich für dieses ältere Modell entschieden. Als Navigationssoftware nutze ich das von der Fachhochschule Münster entwickelte und kostenlose App „Naviki“ - dazu aber in einem spätern Bericht mehr. Die Biologic-Halterung besteht aus 2 Teilen; die Haltevorrichtung fürs Fahrrad und der Handyschale, ähnlich wie bei Tachos. Die Haltevorrichtung wird mit einem Imbusschlüssel am Vorbau oder Lenker des Rades befestigt. Leider sitzt die Handyschale aus Konstruktionsgründen bei der Vorbaumontage nicht genau über dem Vorbau, sondern etwas versetzt rechts oder links daneben. Das hat aber eher optische Nachteile. Selbst bei meinem sehr schmalen Lenker habe ich mit meinen Händen keine Probleme. Eine Art Kabelbinder steht aber nervend über.


Sicher kann man diesen abschneiden, aber ich möchte die Halterung auch später noch für andere Fahrräder nutzen können. Das Handy selber ist in der Halterung durch eine gedichtete Klappe vor Spritzwasser und Staub geschützt. Auch Erschütterungen können dem iPhone nichts anhaben, da es in einer Gummiummantelung zu liegen kommt. Leider gibt es aber bei unebenen Untergrund leichte Klappergeräusche, die sich wohl auf die falsche Passform der Ummantelung zurückführen lassen – immerhin ist diese ja für das iPhone3GS entwickelt worden. Trotz der Schale lässt sich das Telefon durch die Plastikscheibe gut bedienen. Programme lassen sich ohne großen Druckaufwand öffnen und benutzen, das Schreiben von Mails, oder einer SMS ist da schon konzentrationsbedürftiger – aber wer will schon auf dem Fahrrad seine Post bearbeiten!? Das Endsperren des Discplays und die „Tasten“ in den Ecken sind die einzigen Problemfälle in der Bedienung. Leider funktioniert der Tuchscreen auch nicht mit Handschuhen – was aber auch logisch ist, funktioniert das auch ohne Fahrradhalterung schon nicht. Da soll übrigens bald Abhilfe in Form spezieller iPhone-Handschuhe geschaffen werden. Von der Befestigung am Vorbau kann ich nur abraten. Durch diese Montage liegt das Telefon relativ waagerecht und man muss den Schwenkmodus des Telefons ausschalten, da sich durch die Erschütterungen das Bild ständig dreht. Außerdem hat man sich so die Möglichkeit verbaut, die Halterung etwas nach unten zu kippen und die Fahrt durch die extra geschaffene Öffnung zu filmen. Das Biologic hat aber noch ein Ass im Ärmel; anders als bei manch einer anderen iPhone-Halterung hat man hier die Möglichkeit das Telefon in der Halterung aufzuladen. Klingt erst einmal blödsinnig, ist aber sehr nützlich wenn man lange Strecken fährt. Nach meinen Erfahrungen hält der Akku im Naviki-Betrieb ca. 4 Stunden. Das ist nicht viel.


Das ist vielleicht eine Fahrt von Köln nach Bad Breising, oder von Stephanskirchen (Simssee) nach München. Aber mit einer Solarmatte am Rucksack (vom 80 bis 200 Euro) kann man praktisch unendlich lange fahren (vorausgesetzt es wird nie Nacht). Selber konnte ich das noch nicht probieren, ist aber auf meiner Wunschliste. Zuletzt noch ein Bug des Biologics; die Funktion der „Auto-Helligkeit“ funktioniert nur unzureichend. Hat man diese Funktion aktiviert, verdunkelt sich der Bildschirm des Handys bei dämmriger Umgebung – das spart Strom und erhöht die Akkulaufzeit. Bei Sonnenschein sollte das Telefon sein Display wieder aufhellen. In der Verschalung geht das nicht. Ich schalte das Navi meistens schon in der Garage an. Hier schaltet das iPhone gleich auf eine dunkle Beleuchtung. Draußen muss ich die Klappe der Halterung einmal öffnen, damit das Telefon wieder auf eine hellere Umgebung umschaltet.

1 Kommentar:

dothebart hat gesagt…

hm, 4h blos?
und... ich find mein garmin schon manchmal klobig, aber dein 'cockpit' besteht ja quasi nur aus iphone ;-P