Donnerstag, 10. März 2011

Baustellen - immer wieder eine Freude

In München Oberföhring wird gerade eine Trasse für die Tram gebaut. Mit Behinderungen ist also für längere Zeit zu rechnen. Logisch und natürlich nicht zu ändern! An der Cosimastraße musste deswegen vor längerer Zeit der Fußweg dran glauben. Also hat man den Fahrradweg zu einem Fußweg erklärt. Fahrradfahrer durften nun auf der Straße fahren, oder wahlweise (Fahrrad frei - Beschilderung) den neuen Fußweg nutzen. Natürlich habe ich die Straße genutzt und noch nie Probleme mit anderen Verkehrsteilnehmern gehabt, oder die bei anderen Radlern beobachtet. Heute war alles anders. Ich durfte weiterhin für den Großteil der Baustelle die Straße nutzen und musste dann aber wieder auf dem Fußweg. Die Radfahrer die lieber den Fußweg nutzten, musste für ein kurzes Stück die Straße nutzen. Seit heute ist es nämlich kein Fußweg mit Benutzungserlaubnis für Fahrradfahrer, sonder mitten drin auf einmal ein reiner Fußweg, gefolgt von einem gemeinsam zu nutzender Fuß- und Radweg.

Nutzen kann ich den Weg trotz Anweisung und Gebot dennoch nicht, da man mir diesen baulich versperrt. Der Bordstein ist einfach zu hoch und man wird von mir wohl nicht verlangen, dass ich mein Fahrrad beschädigen soll, nur damit ich einen viel zu schmalen Weg nutzen kann. Davon mal abgesehen; was mache ich, wenn mir jemand mit einem Kinderwagen entgegen kommt? Fliegen? Ach ja, auf diesen schätzungsweise 150 Metern langen gemeinsamer Rad- und Fußweg befindet sich auch noch eine Bushaltestelle. Nee, diesem Gebot kann und werde ich nicht folgen können!

Man könnt nun denken, es kann nicht noch dicker kommen. Falsch gedacht! Vor der anderen Seite aus betrachtet wird einem plötzlich klar, was für ein Schwachkopf allem Anschein nach hier am Werke war. Der oben beschriebene Weg ist sogar ein benutzungspflichtiger Fahrradweg für beide Richtungen, obschon auf der anderen Straßenseite ein Fahrradweg ist - der nebenbei bemerkt, nur für eine Richtung zugelassen und um ein vielfaches breiter ist.

Aber noch nicht genug: etwas weiter habe ich dann eine weitere Beschilderung gefunden, die in diesem Falle aber eher zum Lachen ist. An dieser Stelle kann man sowieso nichts anderes machen, als entweder rechts abbiegen oder der Straße weiter folgen. Wieso also dieses Schild? Und wieso dieses Schild an einer Stelle, wo ein Autofahrer es eh nicht sehen kann? Und was soll ich als Radfahrer nun machen? Fliegen? Absteigen und über den Fußweg laufen? Absteigen, umdrehen, bis zur nächsten Auffahrt oder Einmündung laufen und ab da die Straße nutzen? Wieso werde ich als Radler nicht vorher gewarnt, damit ich mich korrekt verhalten kann und weiter auf der Staße fahre? Fragen über Fragen! Aber was solls; die Radlhauptstadt wird es schon wissen!


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