Sonntag, 11. Dezember 2011

Critical Mass



Freitag den 16.12.2011
Ort: an der Bavaria (Theresienwiese)
Zeit: 2o:oo Uhr

Bitte denkt alle an ausreichend Fahrradbeleuchtung!

Sonntag, 4. Dezember 2011

Neulich in Lüneburg...



Da nimmt jemand den Begriff "Fahrradkeller" aber sehr wörtlich. Aber ich kann verstehen dass man einen solch häßlichen Fahrradergometer nicht in seiner Wohnung stehen haben will ;)

Dienstag, 22. November 2011

drauf gesessen!

Zum Glück gibt es kein TÜV für Fahrräder. Alle diese schönen und unglaublichen Konstruktionen gäbe es dann nicht mehr.


Samstag, 19. November 2011

Doublespeed von BikeKitchen im 8below


Bahnfahrer haben ein erhöhtes Erkältungsrisiko.
Autofahrer bekommen Karmapunktabzüge.
Bewegung hilft gegen Winterdepression.

Draußen ist es kalt.
Bewegung wärmt (mit Mütze, Helm und Handschuhen, versteht sich)
Im eigenen Hof oder Keller das Fahrrad winterfest zu machen fördert wiederum die Winterdepression...


AHHHH! WIR HABEN DIE LÖSUNG!!!!!!YUHUUU!!!!

Komm am Montag zur Bikekitchen ins 8below. Dort findest du  ab 18 Uhr Menschen die sind wie du.
und die reparieren wie du.
und die dir helfen wenn du nicht weiter weißt.

es ist warm
es gibt musik
und getränke
und nette leute

und danach ist dein Rad winterfest, fahrbereit und du unabhängig und frei!



Montag, 21.Nov,                                                                                                                               18:oo-21:oo Uhr                                                                                                     Schützenstr.8                                                                                        
zwischen Hbf und Stachus

(hinter dem Bauzaun mit Treppe oder Lastenaufzug, den man dann wieder hochschicken muss, damit der nächste ihn benutzen kann)

Dienstag, 15. November 2011

Critical Mass


am Freitag
den 18.11.2011
2o:oo Uhr
an der Bavaria

Bitte alle mit Licht! Da der Termin nun etwas spontan kommt, bitte kräftig Werbung machne.
   

Montag, 14. November 2011

Winterpause

Jaja, ich weiß: ich habe lange nichts mehr in meinem Blog geschrieben. Und einige Beschwerden haben mich via Mail auch schon erreicht. Und nein, es ist nicht so, dass ich im Winter mein Fahrrad in der Garage lasse. Ich fahre weiterhin täglich Fahrrad. Ich weiß zurzeit nur nicht was ich noch interessantes schreiben soll. Und immer über die Ostpreußenstraße zu schreiben ist auch langsam langweilig. Also werde ich nun eine Winterpause einlegen. Wie lange die sein wird, weiß ich noch nicht. Aber Ihr könnt ja Gastbeiträge schreiben. Einfach einen Artikel verfassen und mir per Mail zukommen lassen. Ich stelle ihn nach Prüfung dann ein.

Über aktuelle Termine werde ich natürlich weiter berichten.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Move:me Filmfestival


Green City präsentiert diesen Klimaherbst erstmals move:me, das neue Münchner Mobilitätsfilmfestival. Vom 19. bis 21. Oktober 2011 schafft Green City mit bewegten Bildern und einer Diskussionsrunde eine Kommunikationsplattform zu nachhaltiger Stadtgestaltung und Mobilität.

Wie sieht der Verkehr der Zukunft aus?
move:me regt dazu an, sich kritisch mit seinem Mobilitätsverhalten und Fortbewegungsbedürfnis auseinander zu setzen. Die filmische Perspektive löst den Diskurs über zukunftsweisende Stadt- und Verkehrsplanung aus der Expertendiskussion und holt ihn zurück zu den Münchner Bürgerinnen und Bürgern. Green Citiy läd alle herzlich ein, die Filmvorführungen zu besuchen und gemeinsam mit Anderen Utopien über die Mobilität der Zukunft zu spinnen. Am Mittwoch, 19. und Donnerstag, 20. Oktober zeigen wir jeweils um 19:00 und um 21:00 Uhr einen ca. 90-minütigen Dokumentar- oder Spielfilm auf Deutsch oder im Original mit englischen Untertiteln. Am Freitag, 21. Oktober um 19:00 Uhr führt Green City Münchner Mobilitätskurzfilme vor. Um 20:30 Uhr diskutieren Film- Design- und Mobilitätsexpertinnen und -experten mit Euch unter dem Titel „Bewegen bewegte Bilder?“ über das Aktivierungspotential des Mediums Film.

Move:me findet im Gabriel Filmtheater, Dachauer Straße 16, 80355 München statt. Der Eintritt pro Vorstellung beträgt 5 Euro. Green City-Mitglieder bezahlen den reduzierten Eintritt von 2 Euro. Alle Veranstaltungen inklusive Filmvorführungen am Freitag sind kostenlos.


Sonntag, 9. Oktober 2011

Kinderrassel für das Kreisverwaltungsreferat


Man sollte dem Münchener Kreisverwaltungsreferat (KVR) nicht böse sein - sie wissen es einfach nicht besser. Irgendwie niedlich! Vielleicht bringe ich denen mal eine Kinderrassel mit, dann müssen sie auch nicht immer mit diesen schweren Blechschildern spielen.

Im unteren Bild muss man genau hin schauen. Dort ist die Benutzungspflicht auf dem Fahrradweg angeordnet, obschon er gleichzeitig für den Radverkehr gesperrt ist (siehe aufgemahltes Schild auf dem Aspalt). Wenn ihr das untere Foto anklickt, könnt ihr es besser erkennen, da sich das Bild dann vergrößert.


Mittwoch, 5. Oktober 2011

Erotic Bicycle Film Festival

Freitag 14.Oktober 2o11 
2o:oo Uhr 
Kafe Marat (Thalkirchnerstr. 102, München)
Mindestalter der Zuschauer liegt bei 18 Jahren



Die Bikesmut Crew zeigt ihr Bikeporn Festival. Laut der BikeKitchen sind die Filme sehr unterschliedlich und „…bestimmt der abgefahrenste Porn den Ihr je gesehen habt…“. Die Bikesmut Crew beschreibt das Festival selber so:

"We are a traveling showcase of erotic DIY bicycle films and performances from Portland, Oregon, USA.  Compiled of submissions from all over the world, we aim to build bicycle culture by bringing people together and showing them how sexy bikes can be! We believe that by riding bicycles we take control of our transportation, of how we move across our communities and interact with them. Bicycles free us from the rigid boundaries of a car.  By asking our community to make erotic films, we can help redefine obscenity, and free ourselves from the capitalist ideals of pornography. Bike Smut is about reclaiming agency over our daily lives and defeating the patriarchal appropriation of our bodies."

Anschließend soll ein Critical Mass stattfinden, was aber noch nicht final entschieden ist. Hierzu bei Zeiten aber nähere Informationen auf diesem Blog und unter Facebook „Critical Mass München“.

Montag, 3. Oktober 2011

BikeKitchen

Montag, 10.Oktober, 18-21 Uhr Fahrradselbsthilfe im "8 below" (Schützenstr.8, zwischen Hbf und Stachus, mit Lastenaufzug), 
Anschließend Upcoming Bands + Dyiing mit dem Riot-Not-Diet Team.


Werkzeug und Hilfe gibt es wie immer kostenlos, gängige Verschleißteile sind da.
Newbies sind herzlich willkommen!
Wir freuen uns auf Euch, die Kitchler

…nein es wird nicht gegessen und Fahrradselbsthilfe heißt auch nicht, dass die Fahrräder im Stuhlkreis sitzen und sich über ihre Probleme unterhalten, sondern, dass Du selbst Dein Rad reparieren, oder es bei uns lernen kannst. Denn das finden wir schön
 

Freitag, 30. September 2011

Müllabstellfläche


Das schlägt ja nun dem Fass den Boden aus. Gestern bin ich nach der Arbeit über die Cosimastraße nach Hause gefahren. Da dort eine neue Tram-Trasse gebaut wird, ist auf dieser Strecke natürlich mit Behinderungen durch die Baustelle zu rechnen (ich habe schon mehrmals über diese Baustelle berichtet). Aber wieso muss der benutzungspflichtige Fahrradweg auch noch als Müllabstellfläche für die Bauarbeiter herhalten? Wieso wird eine solche Baustelle vom Baustellenleiter nicht kontrolliert? Und wieso duldet das Kreisverwaltungsreferat solch desaströsen Gegebenheiten?

Nachschlag
12 Stunden später war die Mülltonne weg, aber:


   

Montag, 26. September 2011

Pöbelnder Polizist

Heute um 17:30 Uhr am Friedensengel in München wollte ich die Straße überqueren. Da mein Weg mich gegen die Fahrtrichtung führte, schob ich natürlich mein Fahrrad auf dem Fußgängerweg. Leider versperrte ein Polizist mit seinem Dienstmotorrad mir den Weg. Ich musste also auf dem Fahrradweg (Fahrradschutzstreifen) ausweichen und mich sehr nah am Motorrad vorbei drängeln, damit ich nicht auf der sehr stark befahrene Straße gerate. Dabei berührte mein Hosenbein sein Motorrad. Selber habe ich es zwar gemerkt, aber selbst für mich war das kaum spührbar. Der Polizist aber drehte sich zu mir um und blaffte mich von hinten an: "War das so schwer an mir vorbei zu gehen, ohne mich anzustoßen?".


Aber was soll ich darauf sagen? Die Rennleitung darf ja eh alles!
   

Fahrradkurier extrem

Vergangenes Wochenende war ich in Österreich zum Klettern. Auf dem Weg dorthin lernte ich einen Fahrradkurier aus New York kennen, der mit dem Fahrrad von Füssen bis nach Konstanz fahren wollte. 2 Wochen war er schon in Deutschland und erzählte mir begeistert von seinen Erlebnissen. In Füssen angekommen stiegen wir gemeinsam aus dem Zug aus und als er die Berge sah, wurde ihm mit einem Schlag klar, dass er seine Tour mit einem Fixie wohl vergessen konnte.


Donnerstag, 15. September 2011

Wem die Straßen wirklich gehören sollten


aus Spiegel Online: 
        
"Wem die Straße wirklich gehören sollte

Von Holger Dambeck

Staus, Lärm, zugeparkte Straßen - Deutschlands Metropolen sind die Hölle für Autofahrer, obwohl die Stadtplaner gerade ihnen das Leben leicht machen wollen. Wer dagegen kluge Konzepte für alle Menschen will, schaut ins Ausland- und lernt, dass sogar ein bisschen Spießigkeit helfen kann.

Was ist die ideale Stadt? weiter lesen...
   

Sonntag, 4. September 2011

   
Critical Mass in München

16.09.2011
20:00 Uhr
Gärtnerplatz - Stand der "BikeKitchen"

Facebook: Critical Mass München

Im Vorfeld findet ab 14:00 Uhr der "Parking Day" statt.

PARK(ing) bedeutet, Grün ins triste Grau der Stadt zu bringen und Parkplätze alternativ zu nutzen. Mit einfachen Mitteln entstehen kleine Oasen im Großstadtdschungel. Das weltweite Event findet jährlich in Metropolen wie San Francisco, New York, London, Valencia, Rio de Janeiro, Toronto und Melbourne statt. In München koordiniert Green City den Aktionstag.
Liegestühle und Sonnenschirme, Rollrasen und Pflanzen statt Asphalt. Spiele und Leben statt parkender Autos. Ein Minigolfparcours, ein Plantschbecken oder ein Büro im Freien? Egal ob mit Bank, Bücherregal oder Basketballkorb, ein PARK hat viele verschiedene Gesichter! Mit dem Aktionstag stellen wir die Tatsache in Frage, dass dem Autoverkehr über 70% des öffentlichen Raumes eingeräumt werden. Green City fordert eine nachhaltige Nutzung des öffentlichen Raums, mehr Grünflächen und Lebensqualität in München.
Der Aktionstag ist 2005 in San Francisco entstanden, Green City brachte den PARK(ing) DAY 2007 nach München. Seitdem koordinieren wir die Organisationen, Unternehmen und Privatpersonen, die ihre eigenen PARKs gestalten.
2011 findet der PARK(ing) DAY am 16. September statt. Auf rund 25 PARKplätzen bringen kreative Köpfe mit Liegestühlen und Sonnenschirmen, Rollrasen und Pflanzen an diesem Tag Grün ins triste Grau der Stadt. Wir freuen uns, dass dieses Jahr viele Fraueninitiativen mitmachen: die BikeKitchen-Mädels bieten eine Fahrradselbsthilfe-Werkstatt, das Frauenforum eine Kunstinstallation zum Thema “Göttinnen”, die Künstlerin Gisela Rosa Essert Origami-Herzensmasken zum selber Gestalten und die Frauenedition eine Teppich-Strick-Aktion zum Mitmachen.
   

Freitag, 19. August 2011


Was macht eigentlich die Polizei mit einem Dienstwagen im Englischen Garten?

Richtig! Sie geht ihr Füßchen waschen. Aber es sei ihnen ja auch gegönnt.

Dienstag, 16. August 2011

Anarchie auf den Radwegen


Vielleicht sollte ich meine Fahrräder einmotten und mir ein Auto kaufen. Anscheinen darf man in München als Autofahrer einfach alles machen – auch ohne Diplomatenkennzeichen. Oder alle Fahrradfahrer Münchens treffen sich mal wirklich an der Leopoldstraße und parken ihre Fahrräder eben genau auf dieser! Was Autofahrer anscheinend als ganz normal ansehen, sollte doch auch für die Fahrradfahrer möglich sein, oder?! Vielleicht liegt es aber auch nur an der Ostpreußenstraße in München-Denning. Solche Situationen sind dort ja an der Tagesordnung. Selbst die Polizei fährt an so etwas vorbei und kümmert sich einen scheiß drum!


Mittwoch, 10. August 2011

Unglaublich,

aber dieses ist ein gemeinsam zu benutzender Fahrrad und Fußgängerweg in beiden Richtungen. Zu finden in Oberföhring auf der Cosimastraße.

Verarschen kann ich mich auch selber!


(Nachtrag aus „Und wieder eine neue Baustelle…“)
Zuerst will ich hier mal klarstellen, dass ich wirklich nicht als Denunziant gelten will und dass mir ein immerwährendes Meckern wirklich fern liegt. Sowas wurde mir zwar noch nicht vorgeworfen, aber langsam habe ich die Befürchtung, dass man mich für einen Denunzianten halten könnte. Vielleicht liegt meine Befürchtung aber auch darin begründet, dass ich eigentlich diesen Blog eröffnet habe, um Dinge zu zeigen, die mir im Fahrradfahreralltag auffallen. Das können schöne Fahrräder sein, lustige Umbauten, oder auch ein Laternenpfahl der über und über mit Fahrradschlössern bestückt ist, wie bei meinem ersten Blogeintrag. Natürlich gibt es auch negative Dinge zu berichten - das war mir im Vorfeld auch bewusst. Leider überwiegen die negativen Dinge gerade sehr stark. Ich habe mich schon gefragt, ob ich das Auge für die Nettigkeiten im Radlalltag verloren habe. Leider ist dem aber nicht so.

In München wird gerade gebaut was das Zeug hält. Kaum eine Strecke ohne Baustelle. Kaum ein Weg ohne Behinderungen für den Radverkehr. Das nervt!!! Und wenn man dann noch unnötig umgeleitet, behindert oder gefährdet wird, kann einem Radfahrer schon mal die Hutschnurr platzen. Heute war es aber anders; ich habe herzlich lachen müssen, als ich von der Arbeit nach Hause gefahren bin. Nicht weil ich etwas besonders lustiges gesehen habe, sondern weil sich mal wieder meine Befürchtungen bestätigt haben. Auf der neuen Baustelle an der Denninger Straße hat sich im Bezug auf die Vorfahrtsregelung nichts geändert. Schade eigentlich. Vielleicht ist den verantwortlichen Mitarbeitern im KVR auch nicht bewusst, dass an dieser Straße eine Grundschule steht und man von Kindern in diesem Alter nicht erwarten kann, dass sie auf derart unüberschaubaren Verkehrsregelungen, die auch noch falsch sind, richtig reagieren. Zwar hat die Schule gerade Ferien, aber soviel ich weiß ist dort auch einen Kindertagesstätte oder Vorschule integriert. Ich kann mir vorstellen, dass diese keine 6 Wochen Ferien haben.

Dennoch hat die Stadt München (oder der Freistaat Bayern – kommt drauf an wer dafür zuständig ist) aber auch ein wirklich dickes Lob verdient; ich hätte nie gedacht dass man eine Verordnung innerhalb von 2 Tagen nicht nur ändern, sondern auch umsetzen kann. Die Baustellenschilder, die vorgestern noch auf dem Radweg standen, da das Aufstellen auf der Grünfläche verboten sei, stehen nun auf eben dieser Grünfläche. Klasse!

Lieber KVR, nun wäre nur noch eine Verordnungsänderung nötig, die es den Fußgängern und Radfahrern ermöglicht die Straßenseite zu wechseln, ohne über Bauzäune klettern, oder diese eigenmächtig öffnen zu müssen. 760 Meter Umweg plus einer Ampel sind doch an dieser Stelle wirklich nicht nötig.

Montag, 8. August 2011

Und wieder eine neue Baustelle …

… bei der die Beschilderung für den Radverkehr alles andere als durchdacht ist. Das wäre mittlerweile schon fast kein Anlass mehr für mich einen Bericht darüber zu schreiben, wenn ich nicht auf dieser Baustelle von 3 dort arbeitenden Männern angesprochen worden wäre. Ich stand auf dem Fahrradweg und machte einige Fotos der dortigen Baustellenbeschilderung. Drei aus einem Fahrzeug steigende Männer fragten mich darauf hin, ob ich von der Presse sei. Als ich sie über meinen Blog aufklärte und die für mich unverständliche Beschilderung bemängelte, rechtfertigte sich einer der Männer damit, dass sie ganz genaue Vorschriften über Art und Platzierung der Schilder vom Kreisverwaltungsreferat (KVR) bekommen würden und sie sich daran zu halten haben. Allem Anschein nach war mein Gesprächspartner jemand von der Bauaufsicht und ich ergriff die Gelegenheit ihm einige Vorschläge zur Platzierung der Schilder zu machen. Zum Beispiel sei es meiner Meinung nach unsinnig einige der Schilder so auf dem benutzungspflichtigen Radweg zu stellen, wie sie gerade stehen. Man könne 1. die Beschwerungsböden der Schilder um 90° drehen und damit weniger Platz auf dem Radweg einnehmen und 2. – was noch viel besser wäre – die Schilder statt auf dem Radweg, auf die Grünfläche daneben stellen.

Zum ersten Vorschlag entgegneter er mir, dass das Schild dann viel schneller durch den Wind umkippen könnte, was mir auch einleuchtet. Zum zweiten Vorschlag meinte er, dass das Aufstellen von Verkehrsschildern auf Grünflächen verboten sei. Als ich ihm aber die Schilder auf der gegenüber liegenden Straßenseite zeigte, die alle auf einer Grünfläche standen, erwiderte er, dass es sich hierbei um Parkverbotsschilder handeln würde und diese dürften auf der Grünfläche stehen.

Hä? Es hängt also davon ab um welches Verkehrszeichen es sich handelt, um auf einer Grünfläche stehen zu dürfen? Ich bin darauf nicht weiter eingegangen und zeigte ihm ein weiteres Schild. Hier wurde ein Vorfahrtsschild mit rotem Klebeband als gegenstandslos gekennzeichnet. Hierzu meinte mein Gesprächspartner, dass diese Baustelle nun zu einer Einbahnstraße geworden sei. Dieses Vorfahrtsschild würde für die nicht mehr zugelassene Fahrtrichtung gelten und somit für die Zeit der Baustelle nicht mehr von Nöten sein.

Ich zeigte ihm daraufhin den benutzungspflichtigen Radweg der weiterhin für die in dieser Fahrtrichtung gesperrte Straße vorhanden ist und erklärte ihm, dass dieses Schild nicht nur für Autofahrer gilt, sondern auch für den Radverkehr. Durch die Aufhebung der Vorfahrt würde nun die Regel „Rechts vor Links“ gelten und zu Irretationen führen. Besonders dramatisch, da die einmündende Straße ein Vorfahrtgewähren-Schild hat, welches nicht abgeklebt wurde.

Somit muss der Verkehrsteilnehmer aus der einmündenden Straße mir Vorfahrt gewähren, während ich ihm, aufgrund der Rechts-Vor-Links-Regel, genauso Vorfahrt gewähren muss. Dieses kann somit zu sehr gefährlichen Situationen führen. Hierzu hieß es, dass man sich diese Stelle einmal anschauen und ggf. abändern würde. Zuletzt frage ich meinen Gesprächspartner ob es denn nötig sei, dass der Bauwagen auf dem benutzungspflichtigen Radweg steht.

Der abgesperrte Teil der Straße sei ja so breit, dass selbst zwei dieser Bauwagen nebeneinander dort Platz hätten. Hierzu gab es keine Stellungnahme. Beeindruckt hat mich aber eine Anmerkung dieses Menschen; „Tja, nicht einmal Fachleute haben eine Ahnung von der Bedeutung mancher Verkehrsschilder!“. Wow, dachte ich mir. Das war eine sehr harte, aber anscheinend realistische Einschätzung gegenüber des Kreisverwaltungsreferates. Einige Stunden später kam ich wieder an dieser Baustelle vorbei. Natürlich hat sich nichts geändert. Nicht einmal die gefährliche Vorfahrtsregeleung wurde entschärft.


Bahnfahren extrem (Nachtrag 2)


Die Deutsche Bahn hat sich ca. eine Woche nach meiner Odyssee und meines Beschwerdeschreibens bei mir telefonisch gemeldet. Da ich zu der Zeit leider nicht selber ans Telefon gehen konnte (war am Auto fahren) wurde die DB-Mitarbeiterin von meinem Beifahrer gebeten, dass sie in 2 Stunden wieder anrufen möge, dann seien wir am Zielort und ich könne ans Telefon gehen. Ziemlich genau 2 Stunden später rief die Dame dann auch wieder an. Nur leider konnte ich wieder nicht ans Telefon gehen, da ich dieses so tief im Wanderrucksack verstaut hatte, dass es keinen Sinn gemacht hätte es zu suchen. Ein weiteres Mal hat die Deutsche Bahn nicht mehr versucht mich zu erreichen. Stattdessen kam am Samstag drauf ein Schreiben mit einem Gutschein. In diesem Schreiben entschuldigte man sich für meine Tortur und gelobte Besserung. Der Gutschein selber beläuft sich auf 45 Euro, was eigentlich nicht besonders viel ist, hat die Bahn sich doch ein Hotelzimmer im Wert von 80 Euro gespart. Wenn man aber bedenkt, dass ich für die besagte Fahrt nur 41,50 Euro bezahlt habe, ist der Gutschein höher ausgestellt worden, als ich vermutet hätte.


Sonntag, 7. August 2011


Critical Mass in München


Die alte Seite vom Critical Mass München auf Facebook wurde leider geschlossen. Gerade wo es anfing diese Veranstaltung auf eine ordentliche Mitgliederzahl zu bekommen, schmerzt das natürlich sehr. Zum Glück gibt es aber jemanden, die sich diesem Problem angenommen und unter "Critical Mass München" eine neue Gruppe gegründet hat. Geht auf Facebook und tritt der Gruppe bei. Die Gründerin heißt übrigens "Alfine Rohloff". Würde mich nicht wundern wenn sie in dem Ort "Nexus" lebt. ;)

Ach ja, die nächste Critical Mass in München findet am 19.08.2011 um 20:00 Uhr statt. Treffpunkt ist wie immer die Bavaria. Bitte denkt an die Beleuchtung Eurer Fahrräder.

Donnerstag, 28. Juli 2011


Bike-Porn in Düsseldorf

Mittwoch, 27. Juli 2011

Bahnfahrt extrem (Nachtrag)




Ich habe den Tipp von Marco befolgt und den Artikel dem ADFC
geschickt. Dieser hat ihn etwas gekürzt und veröffentlicht.
.

Samstag, 23. Juli 2011

Freitag, 22. Juli 2011

Bahnfahren extrem

Hamburg Hbf bis München Hbf per Deutschen Bahn und der Mitnahme eines Fahrrades – so war der Plan. Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen, den Fahrschein über die i-Phone Applikation der Deutschen Bahn zu kaufen, denn die Fahrradmitnahme mag dieses App anscheinend nicht, habe ich die Tickets auf die schon fast altmodische Art, dem Internet, gekauft. Das war am 25.06.2011. Am Dienstag den 19.07.2011 war es dann soweit. Laut Zugverbindung sollte ich um 11:55 Uhr in Hamburg auf Gleis 14 losfahren, eine Std. später in Uelzen Umsteigen, um dann nach zwei weiteren Umstiegen in Magdeburg Hbf und Leipzig Hbf, um 22:44 Uhr in München anzukommen. 10 Minuten vor Abfahrt des Metronoms nach Uelzen stand ich am Bahnsteig. Aber nach einer Lautsprecherdurchsage, die eher ein Hauchen als eine Informationsweitergabe und somit auch nicht zu verstehen war, vergewisserte ich mich aber lieber nochmals, ob ich auch wirklich am richtigen Bahnsteig stand. Der Blick auf der Anzeige brachte mich aber nicht wirklich weiter, da zum Einen der Metronom nicht mehr angezeigt wurde, zum Anderen mir aber auch keine weiteren Informationen zu Verfügung gestellt wurden. Ich bin darauf hin zur Information und wollte eine neue Verbindung haben. Die Dame an der Info war zwar sehr nett, musste aber mühevoll von mir davon überzeugt werden, dass meine Zugbindungspflicht aufgehoben wird. Als ich ihr den Hinweis gab, dass die Lautsprecher auf Gleis 14 nicht zu verstehen sind, sagte sie mir, dass dieses Problem schon bekannt sei und man auch schon nach einer Lösung suche. Ich verkniff mir den Kommentar, dass man vielleicht einfach die Lautstärke höher drehen, oder wenn das nicht geht, den Lautsprecher auswechseln sollte. Ich bekam die Aufhebung der Zugbindungspflicht und den Rat, ich solle um 12:46 Uhr die Zugbegleitung des IC 2311 auf Gleis 14 ansprechen und fragen, ob sie noch einen Platz für ein Fahrrad frei haben, weil es ja sein kann, dass jemand die Fahrt nicht angetreten ist und somit die Beförderung für mich möglich sei. Angeblich seien alle Fahrradstellplätze für alle Züge an diesem Tag schon vergeben. Das tat ich auch. Die dementsprechende Zugbegleiterin hatte aber keine Zeit für mich und gab mir dieses auch auf eine nicht sehr nette Art zu verstehen. Sie schlug mir die Tür vor meiner Nase zu. Bei der Abfahrt dieses Zuges konnte ich aber in das Fahrradabteil einsehen und musste feststellen, dass keiner dieser doch angeblich voll belegten Stellplätze belegt war. Eine weitere Stunde des Wartens kam dann der IC 2329 in Hamburg an, der mir auch von der Information empfohlen wurde. Hier habe ich nicht einmal eine Zugbegleitung entdecken können und entschied mich einfach einzusteigen. Ich hatte Glück – von den 16 Fahrradstellplatzen, die ja alle ausgebucht sein sollten, waren gerade einmal 5 Reserviert und davon auch nur 2 besetzt.
Bei der Kontrolle meiner Fahrkarte gab es auch keinerlei Probleme. Im Gegenteil; die Zugbegleitung hat gleich ohne Aufforderung versucht mir eine Anschlussverbindung ab Nürnberg zu verschaffen. Als das nicht ging, versuchte sie Selbiges ab Würzburg und Frankfurt. Unser Zug sollte planmäßig um 22:26 Uhr in Nürnberg ankommen. Dennoch gab es nach Auskunft der Zugbegleitung keine Anschlussverbindung für mich nach München. Unglaublich! Sie versprach mir aber, sich mit dem Zugchef diesbezüglich in Verbindung zu setzen. Einige Stunden später - wir sind schon an Bonn vorbei gewesen und ich habe noch nichts Weiteres gehört - habe ich den Zugchef auf dem Weg zum Kaffeholen dann angesprochen. Er wusste gleich um was es ging und fackelte auch nicht lange, griff zum Handy und rief einige Leute in der Zentrale an. Ihm wurde mitgeteilt, dass ich einen Anspruch auf ein Hotelzimmer hätte und ich mich in Nürnberg an der Information melden solle, sobald ich dort ankomme. Der Zugchef bat seinem Gesprächspartner auch gleich, die dementsprechenden Mitarbeiter in Nürnberg vorab zu informieren, damit diese die nötigen Schritt schon vorbereiten können. Kurz vor Nürnberg gab es dann noch einen weiteren Zwischenfall. Angeblich seien aufgrund einer Demonstration einige Menschen auf den Gleisen und unser Zug könnte die Fahrt auf unbestimmte Zeit nicht fortführen. Somit hielt der Zug in Kitzingen am Bahnhof. Eine Demonstration irgendwo im Nirgendwo um 21:50 Uhr mitten in der Woche? Das erschien mir sehr unglaubwürdig, sollte sich aber dann doch als nicht so schlimm herausstellen, da die Strecke schon nach ca. 15 Minuten wieder frei gegeben wurde. In Nürnberg angekommen, stellte sich dann raus, dass die Information der Deutschen Bahn keinerlei Informationen darüber hatte, dass ich kommen würde und die Zusage für ein Hotelzimmer hatte. Nach einigen Telefonaten seitens des Mitarbeiters gab man mir zu verstehen, dass ich kein Hotelzimmer bekommen würde und wohl einige Stunden auf dem Bahnhof verbringen müsste.
Ich solle den Zug EN 491 um 3:24 von Gleis 14 nahmen. Dieser würde nach Regensburg fahren, wo ich in den ALX 84101 Richtung München umsteigen sollte. So würde ich um 6:15 in München ankommen. Ich stand also um besagte Uhrzeit am Gleis 14 und fragte die dort stehende Zugbegleiterin, ob das Fahrradabteil vorne am Zug, oder hinten am Zug zu finden sei. Mir wurde diese Frage mit einer Gegenfrage beantwortet; „Haben sie Reserviert? Wenn nicht, kostet das noch mal für die Fahrradreservierung 25 Euro“. Obschon ich noch einmal nachgefragt habe und ihr den Sachverhalt erklärte, blieb sie bei der Gebühr von 25 Euro nur für die Reservierung eines Fahrradstellplatzes. Darauf habe ich mich natürlich nicht eingelassen. Mit dem Gedanken daran, dass man der Information der Deutschen Bahn nicht wirklich trauen sollte, musste ich also noch eine weitere Stunde auf dem Bahnhof zwischen Junkies und nach Alkohol stinkenden Menschen verbringen. Um 4:37 Uhr, also 6 Stunden des Wartens auf dem Nürnberger Bahnhof, kam dann auf Gleis 5 (das gab mir zu hoffen, immerhin bin ich bis dahin immer von Gleis 14 gefahren und immer ging alles schief) der RE 59113 an. Dieser fuhr bis Treuchtingen, wo ich nach 5 Minuten Aufenthalt in den RB 59143 umgestiegen bin, um dann um 7:40 Uhr, also nach ca. 20 Stunden, in München anzukommen.
In beiden Bummelzügen wurde ich kontrolliert und in beiden Zügen machten die Zugbegleiter sehr große Augen, als sie meine Fahrkarten sahen. Einer der Zugbegleiter empfand das Verhalten der Deutschen Bahn sogar als Frechheit und gab mir gleich ein „Fahrgastrechte-Formular“. Laut seiner Meinung hätte ich auf jeden Fall das Anrecht auf ein Hotelzimmer gehabt.

Fazit: wo Information drauf steht, muss noch lange keine Information drin sein – zumindest gilt das wohl für die Deutsche Bahn.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Mittwoch, 6. Juli 2011


Phantasieparker der Woche

Freitag, 1. Juli 2011


Ach, die lieben Arbeitskollegen ...



... keinen Respekt vor ihren Fahrrädern!

Dienstag, 28. Juni 2011


Baustellenbeschilderung am alten Rathaus



Was soll ich als Fahrradfahrer hier nun machen? Absteigen? Weiterfahren? Schieben für die nächsten 50 cm? Ich glaube man kann sich hier was aussuchen! Gestern habe ich mich dann mal für das Weiterfahren entschieden!

Montag, 27. Juni 2011


Münchens Massen

Aus dem Jugendmagazin der Süddeutschen Zeitung:

Text: Uli Schuster - Fotos: Uli Schuster, Andreas Schebesta (Green City e.V.), Getty Images


Freitag Abend in München. Langsam versammeln sich gut 30 Fahrradfahrer am Fuße der Bavaria auf der Theresienwiese. Gut präparierte Rennradfahrer sitzen neben idealistischen Klimaschutzaktivistinnen; stylische Fixie-Besitzer drehen ihre Runden, während sich ein paar Mountainbiker über Verletzungen und technische Errungenschaften austauschen. Sie alle wollen heute Abend gemeinsam Radfahren – und das nicht auf dem Radweg. In regelmäßigen Abständen wird das Monument an der Theresienwiese Treffpunkt für eine Radtour der besonderen Art.

Nach einer guten halben Stunde schwingen sich alle auf die Sättel und starten ihre Tour kreuz und quer durch die Stadt. Sie fahren mitten auf der Straße, von der Theresienwiese über Hackerbrücke, Nymphenburger Straße und Königsplatz bis zum Stachus, über die Sonnenstraße vorbei am Sendlinger Tor und durchs Glockenbachviertel zum Gärtnerplatz. Einige Autofahrer drücken Loyalität durch Hupkonzerte aus, andere preschen aggressiv vorbei. Mit jedem Kilometer steigt die Stimmung der Gruppe. Immer wieder übertönen Freudenschreie und Klingelkonzerte den Verkehrslärm.

Die Idee dieser seltsamen Gruppen-Radtour ist einfach: Eine „Critical Mass“ – so nennt sich so eine Horde – findet sich zusammen, um die von Autos dominierten Straßen der Stadt zurück zu erobern – allein durch ihre Masse. Präsenz spielt bei der „Critical Mass“ die entscheidende Rolle. „Autofahrer haben einfach zu viele Rechte“, erzählt die Studentin Jasmin, während sie in die Pedale tritt. Drahtesel statt Abgasschleuder, das ist die Devise der Teilnehmer.

Die Radfahrer machen sich eine Klausel der Straßenverkehrsordnung zu Nutze, nach der 16 Radfahrer einen geschlossenen Verband auf einer Fahrspur bilden dürfen. In vielen Städten der Welt gehören die regelmäßigen Fahrrad-Kolonnen zum Straßenbild dazu. Die erste Aktion fand 1992 in San Francisco statt, in Deutschland fand sich die erste kritische Masse 1997 in Berlin zusammen. Dabei geht es aber keineswegs darum, den Verkehr zu behindern. „Wir blockieren nicht den Verkehr, wir sind der Verkehr“, heißt es auf der Facebook-Seite der Gruppe „Critical Mass Munich“. Ralph, 29, Student und leidenschaftlicher Rennradler, ist schon seit über einem Jahr regelmäßig dabei. Er mobilisiert Radfahrer über Eventankündigungen auf Facebook. „Ich wurde zum Administrator ernannt und kann jetzt auf der Page Events ins Leben rufen.“ Einen festen Veranstalter gibt es aber nicht: „Das läuft hier alles ganz locker und demokratisch.“

Die „Critical Mass“ ist nur eine von vielen Aktionen in München, die ihre Teilnehmer über Facebook mobilisiert. Gemeinsame Interessen auf einen Nenner bringen – dazu bieten soziale Netzwerke beste Voraussetzungen. Doch uferlose Massenveranstaltungen auf öffentlichen Plätzen und unerwünschte Anstürme von Partygästen vor Privatwohnungen werfen momentan einen Schatten auf den Unternehmungsdrang der Nutzer des größten sozialen Netzwerks. Facebook-Events erhalten in diesen Tagen einen faden medialen Beigeschmack, trotz friedlicher Veranstaltungen wie der Critical Mass, deren konstruktive Energien durch Facebook freigesetzt werden.

Ralph und sein Fahrradzug kommen gegen 22.30 Uhr im „Stragula“ im Westend an. Sie stellen ihre Räder vor der Kneipe ab. Drinnen läuft schon seit Stunden eine andere Veranstaltung, die das Potential der Gruppenmobilisierung über Facebook und Co. verdeutlicht: Der „Carrotmob“.

Die Party ist in vollem Gange, und sie hat einen guten Zweck: Klimaschutz und Konsum – die Organisatoren vom Verein Green City wollen zeigen, wie sich dieser scheinbare Widerspruch leicht vereinen lässt. Verbraucher kaufen gezielt in einem Geschäft ein oder trinken ihr Feierabendbier in einer ganz bestimmten Kneipe. Vorab verpflichten sich die Ladenbesitzer, einen bestimmten Prozentsatz ihres Umsatzes in Energiesparmaßnahmen für ihre Räumlichkeiten zu investieren. „Wir machen euch die Bude rappel voll und ihr verbessert die Energieeffizienz“, so lautet auch der Deal mit dem Wirt des Stragula, sagt Svenja von Gierke von Green City. Über Facebook, Youtube, Twitter, Blogs und Flyer haben Green City und seine Anhänger in den vergangenen Wochen die Werbetrommel gerührt – augenscheinlich mit vollem Erfolg: 400 Klimaschützer essen, trinken und tanzen für den guten Zweck. Unter ihnen ist auch Brent Schulkin, der Erfinder des Carrotmob. Er lebt in San Francisco und ist nach Deutschland gekommen, um den Kontakt zu seinen Nachahmern zu suchen. „Deutschland ist das Carrotmob-freundlichste Land außerhalb Kaliforniens“, sagt Schulkin im Stragula. Das erwirtschaftete Geld steckt der Wirt der Kneipe in eine optimierte Beleuchtung, neue, energieeffiziente Kühlschränke und den Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter. „Wir zeigen andere Lösungen und Wege auf“, sagt Svenja von Gierke. „Es sind neue Formen entstanden, sich zu engagieren. Entweder du kommst zu einem Event, machst Werbung für ein Event oder du trittst einer Organisation bei. Du kannst es flexibel gestalten und damit besser ins eigene Leben integrieren.“

Und noch eine ungewöhnliche Ausprägung der über das Netz organisierten Protestkultur ist im Moment auf dem Vormarsch: Einige Münchnerinnen folgen dem Ruf einer kanadischen Emanzipationsbewegung, die mittlerweile globale Ausmaße angenommen hat: In sogenannten „Slutwalks“ demonstrieren Frauen gegen Sexismus, Verharmlosung sexueller Gewalt und für Gleichberechtigung. Nachdem in London und Amsterdam schon Hunderte junger Frauen auf die Straße gegangen sind, entwickelt sich die Bewegung nun auch in Deutschland. Der Termin für die erste große Demo steht schon: Am 13. August geht es in Berlin und München auf die Straße. Die Münchner Organisatorinnen sind noch auf der Suche nach Verstärkung – auch über Facebook.