Montag, 4. Oktober 2010

Fahrradfahrer-Kopf-Spalt-Mechanismus

Gestern habe ich mich auf einer Tour durch die Stadt so richtig erschrocken. Auf der Berg-am-Laim-Straße, Ecke Weihenstephanerstraße steht eine Fußgängerampel. Unterhalb des Lichtzeichens ist ein Schild angebraucht, welches die Fußgänger ermahnt, nur bei Grün die Straße zu queren. Dieses Schild ist aber sehr tief angebraucht und für den Radverkehr fast unmöglich zu sehen. Als ich mit dem Rad gestern diese Stelle passierte, habe ich jenes Schild erst im letzten Moment entdeckt und duckte meinen Kopf reflexartig, um nicht den Kopf von diesem Schild gespalten zu bekommen. Bei meiner nachträglichen Überprüfung stellte ich zwar fest, dass ich locker unter das Schild gepasst hätte, aber ich bin erstens nur 1,78 Meter groß und zweitens habe ich ein Fahrrad auf dem ich sehr sportlich sitze – also sehr tief mit dem Oberkörper und Kopf. Ein 2 Meter großer Mensch mit einem Hollandrad hätte da viel weniger Platz. Mal angenommen das Schild hat eine Höhe in der es auch für große Radfahrer keine Gefahr darstellt, was ich aber bezweifle, ist es dennoch auf Grund des Schreckpotentials viel zu gefährlich angebracht. Mal wieder ein Beweis für die Gedankenlosigkeit beim Aufstellen von Straßenschildern.

Kommentare:

arvo hat gesagt…

Vielleicht sollten die Müncher vorerst ein paar hundert Euro in die Überprüfung vorhandener Radverkehrsanlagen investieren, bevor sie Millionen in Reklame für Radverkehr stecken und die Leute, die sich davon beeindrucken lassen, sich tatsächlich noch verletzen.

radfahreralltag hat gesagt…

Ich kann Deinen Schreck verstehen. Bei Betrachtung Deiner Fotos stellen sich mir gleich die Haare auf und ein ein Zug geht durch die Eingeweide, denn dieses Schild wahrzunehmen ist wirklich schwierig. Und die Folgen für den Kopf mag ich mir nicht wirklich vorstellen... Wie wird das in Comics ausgedrückt: brrrrrr