Freitag, 2. April 2010

Fahrradtour von Köln nach Düsseldorf

Eigentlich wollten ein Freund von mir und ich heute mit dem Rad nach Bonn fahren. Nachdem wir aber schon ein gutes Stück, wenn nicht sogar den Großteil der Strecke hinter uns hatten (ca. 200 Meter), haben wir uns auf Grund des Gegenwindes doch für die andere Richtung entschieden - man wird halt nicht jünger.

Immer am Vater Rhein entlang, kamen wir nach kurzer Zeit beim wohl kürzesten Radweg aus Köln an. Diesen findet man in Köln-Merkenich auf der Merkenicher Hauptstraße.

Einige Kilometer weiter fängt es an wirklich schön zu werden. Ein Radweg wie aus dem Bilderbuch und wirklich nettes Wetter. Einzig trübte die Freude am Fahren ein alter Mann, der uns zu Fuß entgegenkam und meinte mit einem seltsamen Laut uns erschrecken zu müssen, als wir auf seiner Höhe waren. Ich zeigte ihm darauf hin eine Geste, welche die FAZ vor einigen Jahren mit den Worten beschrieb: "Der Mittelfinger des Radkuriers ist der erhobene Zeigefinger Gottes". Ich bin zwar kein Fahrradkurier, aber den Finger kann ich dennoch.


In Stadt Zons angekommen musste Tobi erst einmal sein Hinterrad flicken. Sein Schwalbe Blizzard wehrte sich zwar, aber wie nicht anders zu erwarten siegte Tobi über Drahtreifen und Loch. Während er also arbeitete, konnte ich darüber nachdenken warum Schwalbe einen Mantel für ein Rennrad Blizzard nennt. Der Mantel hat nicht einmal ein nennenswertes Profil. Eine Antwort konnte ich mir aber nicht geben. Vielleicht sollte ich Schwalbe mal fragen. Ach ja, in Stadt Zons gibt es eine Eisdiele, welche uns sofort und ohne Probleme einen Eimer mit Wasser stellte, damit Tobi das Loch besser lokalisieren konnte. Hiermit noch mal ganz herzlichen Dank an das Team vom "Eiscafé am Rheinturm".


In Düsseldorf mussten wir dann gleich zur wohl best besuchten Eisdiele NRW's, dem "Unbehaun". Dazu kann man nur sagen, das Anstellen lohnt sich; Lecker und wirklich günstig.


Der Düsseldorfer Hafen ist halt doch schöner als der in Köln - auch wenn ich nun böse Kommentare bekommen werde. Aber Köln hat ja auch kein Hundertwasser-Haus.

Zuletzt haben wir Johannes Rau noch einen guten Rat gegeben. Oder war es doch ein gutes Rad? Egal, Hauptsache rot steht ihm noch immer gut.

Kommentare:

tobzilla hat gesagt…

Moin Heiner. Ja, das war echt eine schöne Tour.
Ich freue mich schon auf die nächste.
Dann aber mit Ersatzschlauch ;-)
Viele Grüße,
Tobi

Zweiradler hat gesagt…

Sehr schöner Bericht!
Aber das Fahrrad sieht irgendwie komisch aus ... ist da die Gangschaltung abgefallen? (Kleiner Scherz)

Nico

Highner hat gesagt…

@Nico, die Gangschaltung ist nicht abgefallen. Das sieht am auch daran, dass dann die Kette viel länger währe. Nein, ich habe einfach nur nicht das Geld für eine Gangschaltung. Ich bin so arm, dass selbst meine Handtücher im Bad nur aus Holz sind. Ich kann mir einfach nichts leisten. Bin schon froh eine Bremse zu haben. ;-)

Highner

olaf hat gesagt…

Aber hallo, der kürzeste Radweg in Köln scheint etwas länger zu sein und an einer richtigen Straße zu liegen. In Wismar haben wir einen 13 Meter kurzen Radweg in einer fast unbefahrenen und verkehrsberuhigten Wendeschleife! Das ist kaum zu toppen. http://radeln.in-mecklenburg.net/der-kurzeste-radweg-in-wismar/