Samstag, 13. Februar 2010

Kölns unterschätzter Radweg

Wenn man von der Südstadt zum Agnesviertel mit dem Rad fahren will, gibt es viele Wege. Man kann den Rhein entlang fahren und sich dort mit den vielen Touristen rumschlagen. Man kann aber auch den Ring nutzen - über deren Nutzbarkeit wurde ja schon viel diskutiert und wird sicher auch noch öfter thematisiert werden. Es gibt aber auch den Park, der die Universitätsstraße begleitet. Dieser Park ist eigentlich wie dafür geschaffen als Fahrradstraße genutzt zu werden. Zugegeben, der Weg ist nicht gerade der kürzeste, aber mit Sicherheit der, der die Nerven am wenigsten beansprucht. Ich nutze den Park auf jeden Fall sehr gerne.

Leider sind aber auch hier einige sehr merkwürdige und für Fahrradfahrer sehr kontraproduktive Lösungen (wenn man das als Lösung betrachten will) gefunden worden. Die übelste Stelle ist die Aachener Straße. Diese muss man überqueren, was einem nicht gerade einfach gemacht wird. Von der Südstadt aus kommend, gelangt man an der Aachener Straße an einer Fußgängerampel. Diese führt aber nicht auf die andere Straßenseite, sondern nur auf den Mittelstreifen. Will ich also auf die andere Straßenseite, muss ich bis zur nächsten Ampel Richtung Universitätsstraße laufen (gegen die Fahrtrichtung darf ich ja nicht fahren), diese überqueren und den Weg wieder zurück laufen. Entscheide ich mich für die Ampel an der Moltkestraße, kann ich zwar mit dem Rad fahren, muss aber auch gleich 4 Ampel überqueren, um auf die andere Straßenseite zu kommen.

Der Trampelpfad auf dem besagten Mittelstreifen zeugt vom Bedarf einer durchgehenden Ampel!

Die zweite Stelle die uns Radfahrern das Leben schwer macht ist an der Bachemerstraße. Hier hat man Geländer an der Kreuzung aufgebaut, die das unachtsame Queren der Straße verhindern soll. Mir ist der Nutzen dieser Einrichtung an dieser Stelle nicht ganz klar, steht dort doch schon eine Ampel. Was aber wirklich störend ist, ist der nicht abgesenkte Bordstein und die Chancenlosigkeit für Radfahrer mit Anhänger, diese Straße zu queren. Radfahrer mit Kinderanhänger müssen wieder mal einen sehr langen Umweg machen.


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