Montag, 8. Februar 2010

Gegendarstellung (2)

Wenn man auf den Wällen vom Friesenplatz zur Ulrepforte fahren will, stößt man am Rudolfsplatz auf sehr seltsame Verkehrsregeln. Nachdem man die Hahnenstraße überquert hat, kommt man nicht weiter. Oder vielleicht doch? Ehrlich gesagt verwirren mich die Schilder sehr. Eigentlich müsste ich ca. 30 Meter gegen die Fahrtrichtung auf dem Fahrradweg zurücklegen. Dieses ist aber nicht erlaubt, da dort kein dementsprechendes Verkehrszeichen aufgestellt ist. Verwirrend ist aber, dass dort (Bild 1 - siehe Pfeil) ein Wegweiser für Radwanderer steht, welches mir den Weg gegen die Fahrtrichtung zeigt. Das ist zwar kein offizielles Verkehrsschild, aber wenn man diesen Wegweiser sieht, könnte man schon auf den Gedanken kommen, die Fahrt entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung sei erlaubt.
Wenige Meter weiter müsste man nun durch den „Tunnel“ der Sparkasse fahren, um wieder auf den Mauritiuswall zu kommen. Hier gibt es die nächste Verwirrung. Da stehen gleich zwei Schilder die mir das Durchfahren mit dem Fahrrad gestatten. Aber da steht auch ein Schild, welches den Weg als Privatstraße beschreibt und gleichzeitig die Durchfahrt für jedes Fahrzeug verbietet, also auch für mich als Radfahrer. (Bild 2) Wer hat denn nun Recht? Das Straßenverkehrsamt oder die Sparkasse? Soll ich nun immer alle Grundbucheinträge der anliegenden Gebäude mitnehmen? Sehr komisch!
Also lieber nicht durchfahren und weiter die Hahnenstraße Richtung Ring, entgegen der Fahrtrichtung weiterlaufen. Aber was ist das? Kaum habe ich den Tunnel links liegen gelassen, darf ich wieder mit dem Fahrrad fahren. (Bild 3) Besonders seltsam, da der Weg so schmal ist, dass eine Durchfahrt nun wirklich gefährlich wäre. Der Aufsteller dieses Schildes scheint wohl seinen gesunden Menschenverstand zuhause vergessen zu haben. Schon in einer Richtung ist es sehr eng. Und nun auch noch mit Gegenverkehr? Bitte liebe Radfahrer; auch wenn Ihr es dürft, fahrt dort lieber nicht gegen die Richtung!

Kommentare:

Holger Müller hat gesagt…

Schöner Beitrag!

Meine E-Mail an die Stadt (Strassen-
und Verkehrstechnik) und im CC an den
Fahrradbeauftragten:

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute morgen las ich in ein Kölner Blog
(http://highner-and-bikes.blogspot.com/2010/02/gegendarstellung-2-wenn-man-auf-den.html)
über eine äußerst fragwürdige Radwegbeschilderung. Im speziellen
geht es um das augenscheinlich im Rahmen einer Baumaßnahme wiederrechtlich
mit Zeichen 240 gekennzeichneten linksseitigen gemischten Rad-/Fußweg.

Können Sie mir erklären wie diese Beschilderung mit der VwV-StVO in
Einklang zu bringen ist?

"33 1. Die Benutzung von in Fahrtrichtung links angeleg-
ten Radwegen in Gegenrichtung ist insbesondere inner-
halb geschlossener Ortschaften mit besonderen Gefah-
ren verbunden und soll deshalb grundsätzlich nicht an-
geordnet werden."

Daher fordere ich Sie hiermit auf, die Beschilderung an dieser schnellstmöglich an die bestehenden Gesetze und
Verwaltungsvorschriften anzupassen.

Leider befürchte ich dass trotzemdem auf diesem auch in rechtseitiger
Richtung unzumutbaren (benutzungspflichtigem?) Radweg auch weiterhin
Geisterradler entgegen kommen werden. Diese können sich dann aber wenigstens nicht auf obige Beschilderung beziehen.

Mit freundlichen Grüßen
Holger Müller

Holger Müller hat gesagt…

Das Schild steht nun 25m weiter Richtung Ringe!
Hab' nen Blogeintrag bei mir dazu verfasst.

Holger Müller hat gesagt…

Seit heute ist das Schild an weg.

Highner hat gesagt…

Moin Holger,

habe ich auch gesehen. Besser spät als nie!

LG
Highner