Donnerstag, 24. April 2014

Sonntag, 7. Juli 2013

Putztag

Super Wetter um das Radl in den Garten zu stellen und dran rum zu schrauben...

Samstag, 8. Juni 2013

Nachtrag zu meinem gestrigen Beitrag

Zuerst muss ich hier mal anmerken, dass die Baustelle nicht erst am Montag eröffnet wurde, sonder doch schon heute (Samstag) in aller Frühe. Dennoch täuscht das nicht über die Tatsache hinweg, dass es gestern kaum möglich war, den Fahrradweg zu benutzen. 

Wer nun meint, damit hätte sich alles erledigt, kennt unsere Herren von der Stadt schlecht. Es ist nun so abstrus, dass ich kaum weiß wie ich die aktuelle Situation beschreiben soll. 

Wenn man von der Römerbrücke stadteinwärts fährt, muss man als Fahrradfahrer rechts auf die St. Barbara Ufa Straße abbiegen, um nach 200 Metern diese Straße mit Hilfe einer Ampelanlage (siehe Bericht von gestern) zu überqueren, wenn man denn - wie ich - in die Südallee fahren will. So weit, so gut.    

Ecke Römerbrücke / St. Barbara Ufa Richtung Stadt
Aber seit heute muss ein Fahrradfahrer hier anscheinend die halbe Stadt umfahren. Wenn man heute rechts auf die St. Barbara Ufa Straße abbiegt, steht man ohne Vorwahrnung nach besagten 200 Metern wieder vor einem Verbotsschild für Fahrradfahrer. Also umdrehen und direkt an der Kreuzung Römerbrücke / St. Barbara Ufa die Ampel überqueren. Aber leider geht das nun auch nicht mehr, da die Stadt dort auch ein Verbotsschild für Fahrradfahrer aufgestellt hat. Also schiebener Weise sich und sein Radel auf die andere Straßenseite der Römerbrücke bringen und dann die dort vorhandene Ersatzampel für Fußgänger (wieder schiebend) überqueren. Nun muss ich die nächste Fußgängerampel (Ecke Karl-Marx-Str. / St. Barbara  Ufa) - natürlich schiebend - queren. Jetzt  kann ich endlich die Karl-Marx-Str., welche eine Paralelstraße zur Südallee ist, fahren. Dachte ich! Denn nach vielleicht wieder 200 Metern ist dort auf dem Benutzungspflichtigen Fahrradweg ein weiterer Schilderwald installiert. Diese Schilder haben für mich zwar keine Bedeutung, hindern mich aber dennoch an der Weiterfahrt. Über den Bürgersteig geht an dieser Stelle nicht, da ich damit Fußgänger gefährden würde (siehe Foto unten). Und über die Straße geht auch nicht, da mir dort die Autos entgegen kommen, welche keinen Platz zum Ausweichen haben. 

Wisst ihr was; die können mich doch alle mal kreuzweise! Ich nehme ab nun nur noch und ohne Ausnahme die Straßen in Trier. Mir auch völlig egal ob dort ein benutzungspflichtiger Fahrradweg ist. Und liebe ungeübte Fahrradfahrer; fahrt einfach mit dem Auto - ist in Trier definitiv besser für die Gesundheit!

 

Freitag, 7. Juni 2013

Baustellen in Trier

Und schon wieder zeigen die Herren der Stadtverwaltung in Trier ihre überlegene Kompetenz. An ausgerechnet der engsten Stelle des benutzungspflichtigen Fahrradweges auf dem Barbara Ufa, wird ein Zwischenlager für Verkehrsschilder eingerichtet. Diese Schilder braucht das Straßenbauamt erst am Montag, also in 3 Tagen. Und dieser Fahrradweg ist eh schon eine Katastrophe. Lieber Stadtmitarbeiter der für diesen Blödsinn verantwortlich ist; stellen sie sich doch bitte mal vor, sie fahren morgens mit ihrem Auto zur Arbeit und sehen, dass auf einer unübersichtlichen Straße, an der engsten Stelle ein Zwischenlager für Verkehrsschilder eingerichtet worden ist. Natürlich ist diese Straße eine Einbahnstraße mit nur einer Spur. Was würden Sie denken? Na, klingelt was? 


Samstag, 25. Mai 2013

Karl Marx als Hindernis

Seit einiger Zeit versperrt Karl Marx an der Porta Nigra den benutzungspflichtigen Fahrradweg. Kunst auf Kosten der Sicherheit? Trier setzt halt Prioritäten! Da diese Figuren aber für 300 bis 600 Euro das Stück verkauft werden, könnte man nun denken, dass dieses eine Masche zum Geld verdienen ist. Frei nach dem Motto: Ihr wollt Sicherheit - kauft schnell alle Figuren und der Weg ist wieder frei. Mein persönlicher Tip geht aber in eine andere Richtung: fahrt mit dem Fahrrad hier einfach auf der Straße. Das ist in diesem Fall erlaubt, da der Fahrradweg nicht mehr benutzbar ist.


Donnerstag, 23. Mai 2013

Stadtradeln


Dieses Jahr macht auch Trier wieder beim Stadtradeln mit. Eine gute Gelegenheit auf die Bedürfnisse der Fahrradfahrer aufmerksam zu machen. Hier dazu die offizielle Pressemitteilung der Stadt Trier:


Die Wette gilt: Trier radelt beim „Stadtradeln“ wieder mit
Anmeldungen ab sofort möglich

Die Stadt Trier beteiligt sich auch in diesem Jahr vom 1.– 21. September wieder am deutschlandweiten Wettbewerb „Stadtradeln“, der vom größten europäischen Städtenetzwerk zum Klimaschutz, dem Klima-Bündnis durchgeführt wird. Trier ist seit 1994 Mitglied im Klima-Bündnis.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, drei Wochen lang kräftig in die Pedale zu treten und möglichst viele Fahrradkilometer beruflich sowie privat für den Klimaschutz und für die Stadt Trier zu sammeln. Außerdem sucht die Stadt Trier so genannte STADTRADLER-STARS, d.h.. Menschen, die während des Aktionszeitraums demonstrativ ihr Auto stehen lassen und komplett aufs Fahrrad umsteigen. Davon profitiert nicht nur die Umwelt, denn den engagiertesten Kommunen, Kommunalparlamenten und STADTRADLER-STARS winken eine bundesweite Auszeichnung und hochwertige Sachpreise rund ums Thema Fahrrad.

Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr: 161 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2), davon werden allein 149 Mio. im Straßenverkehr emittiert. Bereits 7,5 Mio. Tonnen CO2 ließen sich vermeiden, wenn nur ca. 30% der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden.

Oberbürgermeister Klaus Jensen und Baudezernentin Simone Kaes - Torchiani rufen alle Bürgerinnen und Bürger, insbesondere auch die Mitglieder des Stadtrates und der Ortsbeiräte auf, beim Wettbewerb für den Klimaschutz mitzuradeln und ein deutliches Zeichen für mehr Radverkehr im Alltag und damit auch für mehr Lebensqualität zu setzen.

Radelinteressierte Mitglieder des Stadtrates, der Ortsbeiräte sowie Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Schulklassen oder interessierte Betriebe können sich direkt unter www.stadtradeln.de bei der Stadt Trier online als Einzelperson oder als Team anmelden. Bei Fragen kann man sich auch direkt an die beiden Koordinatoren im Rathaus, Umweltberater Johannes Hill, Telefon: 718-4444, E-Mail umweltberatung@trier.de oder den Koordinator für Bürgerbeteiligung Toni Loosen - Bach, Tel. 718-1014, E-Mail: toni.loosen-bach@trier.de wenden.

Seit 2008 findet das Stadtradeln statt und erfreut sich wachsender Beliebtheit: Deutschlandweit beteiligte sich 2012 eine Rekordanzahl von 167 Kommunen am STADTRADELN. Die 10.000.000 Kilometer-Marke wurde von nahezu 60.000 RadlerInnen überschritten, 1.458 Tonnen CO2 wurden vermieden! Auch die direkte Beteiligung der Kommunalpolitik war ein Rekord: 1.160 Mitglieder der Kommunalparlamente also DIE Entscheiderinnen und Entscheider in Sachen Radverkehr vor Ort machten 2012 aktiv beim STADTRADELN mit, einige davon waren sogar als einer der 50 STADTRADLER-STARS unterwegs.

In Trier beteiligten sich im letzten Jahr über 1.200 Bürgerinnen und Bürger und erradelten in 3 Wochen mehr als 98.000 Km. Das Ergebnis soll in diesem Jahr nochmal gesteigert werden. Die Chancen stehen nicht schlecht, schon im letzten Jahr haben viele begeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer erklärt, dass sie bei der nächsten Aktion wieder dabei sein möchten und auch eigene Teams aufstellen wollen.

Weitere Infos zur Aktion sind auch auf www.facebook.com/stadtradeln zu finden.

Dienstag, 21. Mai 2013

Fundsache der Woche

Fundort: Karl-Marx-Straße Ecke Bollwerkstraße in Trier


Freitag, 17. Mai 2013

Keine Ahnung von ihrem Job

Gestern auf der Römerbrücke musste ich eine Baustellenbeschilderung entdecken, die kaum an Inkompetenz zu übertreffen  ist. Hier wird eine benutzungspflichtiger Fahrradweg für Fußgänger gesperrt. Fußgänger durften auf dieser Seite der Römerbrücker aber eh nicht laufen. Gleichzeitig wurde die Benutzungspflicht für Fahrräder aber nicht aufgehoben. Mit anderen Worten: alles ist beim Alten geblieben, außer dass sich an dieser Stelle die Fahrradfahrer an der Absperrung vorbeidrängen müssen. Leider geht das nicht ohne in den Gegenverkehr zu geraten. 

Natürlich habe ich mich an diese Neubeschilderung gehalten, habe aus Sicherheitsgründen die Absperrung etwas zu Seite geschoben und bin wieder mit dem Fahrrad den Fahrradweg weiter gefahren. Ein Arbeiter hat mich natürlich gleich zur Rede gestellt. Das Radfahren sei doch verboten auf dieser Seite und ich solle doch die Absperrungen belassen. Ich erwiderte meinem Kritiker, dass ich die Absperrung schon gesehen hätte, diese auch zur Seite schieben musste, damit ich durch kam. Immerhin verpflichte mich die Baustellenbeschilderung zur Nutzung des Radweges. Man kann sich den Verlauf des Gespräches sicher gut vorstellen. 

Ich konnte meinen Kritiker aber am Ende doch noch verständlich machen, dass laut Beschilderung dieser Radweg weiterhin von mir genutzt werden muss. Das gilt auch, wenn ich diese Regel für blödsinnig erachte und eigentlich auch weiß, dass der Aufsteller dieser Beschilderung was ganz anderes meinte. Ich als Verkehrsteilnehmer darf und kann keine Rücksicht darauf nehmen, dass die Personen, welche in der Stadt Trier diese Baustellenbeschilderung planen, keine Ahnung von ihrem Job haben. Aber das kennen wir alle auch aus Städten wie München, Berlin, Hamburg und Köln. Für den fahrradfahrenden Verkehrsteilnehmer reichen Regeln nach Pie mal Daumen! Da muss man sich langsam auch nicht mehr wundern, wenn einige Fahrradfahrer sich so manchen Verkehrsregeln gegenüber widersetzen! 

Donnerstag, 9. Mai 2013

Bericht über Radfahrer in SternTV

Der Frühling ist da und nun ist das alljährliche Thema Fahrradfahrer eine große Nummer. So auch bei der Sendung SternTV, welche gestern ausgestrahlt wurde. 

Leider war diese Sendung wieder einmal sehr einseitig und voller Fehler. So wurde bei einem Interview auf einen Fahrradfahrer aufmerksam gemacht, der im Hintergrund angeblich eine rote Ampel überfahren hat. Das war aber eine Fußgängerampel und überhaupt kein Beweis dafür, dass dieser Verkehrsteilnehmer eine Ordnungswidrigkeit begangen hat. Diese gilt evtl. überhaupt nicht für ihn! Weiter wurde eine Telefonumfrage präsentiert, bei der abgefragt wurde, ob die Radfahrer oder die Autofahrer im Straßenverkehr mehr nerven. Ergebnis: 81,7% der befragten sagten, dass die Radfahrer mehr nerven würden. Wer sich nun mit Statistiken auch nur ganz wenig auskennt, müsste nun fragen, wie viele Personen überhaupt befragt wurden und wie viele dieser Personen eher mit dem Fahrrad und wie viele der befragten mehr mit dem Auto unterwegs sind. Das wurde es hier aber nicht. Diese Statistik ist also völliger Blödsinn und so aussagekräftig wie das Lesen von Kaffeesatz! Und wenn in der Sendung schon ein Fass bezüglich Ampelverstöße aufgemacht wird, wäre es doch wirklich mal Sinnvoll darüber zu sprechen, dass kaum jemand sagen kann, an welcher Ampel der Fahrradfahrer welches Lichtsignal zu beachten hat. Denn genau das weiß teilweise nicht einmal die Polizei - Herrn Ramsauer sei Dank! 

Liebe Fahrradfahrer und vor allem, liebe Fahrradblogger: Macht doch einfach nicht mehr bei einem solchen Scheiß mit. Das bringt doch nichts und Ihr werdet einfach nur ausgenutzt um wieder einmal die Fahrradfahrer in ein schlechtes Licht zu stellen!  

Sonntag, 28. April 2013

Aufräumarbeiten

In der Nacht von Freitag auf Samstag gab es anscheinend einen Unfall am St. Barbara Ufa in Trier. Ein Autofahrer scheint in ein Metallgeländer gefahren zu sein, welches den Fußweg von der Straße abgrenzt. Samstag morgen bin ich an den Überresten des Dilemmas vorbei gefahren und aufgrund des nicht gesäuberten Radwegs fast selber Opfer dieses Unfalls geworden. Überall auf dem benutzungspflichtigen Radweg lagen noch scharfe Plastikteile vom Auto und Glas. Selbst Metallteile des Geländers waren dort noch zu finden. In einer Kurve rutsche mein Vorderrad auf eben einem dieser Überreste seitlich weg. Zum Glück konnte ich mein Vorderrad wieder unter Kontrolle bekommen. Die Straße aber selber sah schon wieder aus wie geleckt.


Am Abend (10 Std. später) habe ich mir diese Stelle noch einmal angesehen und musste feststellen, dass man es noch immer nicht für nötig befunden hat, den Fahrradweg zu säubern. Hauptsache die Autofahrer machen sich ihre Reifen nicht kaputt! Ob ein Fahrradfahrer sich auf die Nase legt, interessiert keinen in Trier!

Nachtrag:
4 Tage später sind zwar die Großteile des verunfallten Autos weg, aber die Kleinteile auf dem Fahrradweg sind noch immer vorhanden. Die Männer von der Stadt Trier haben anscheinend noch nie etwas von einem Besen gehört.

Montag, 11. Februar 2013

TOP 50 der deutschen Fahrradblogs

Highner & Bike hat es auf die Liste der TOP 50 deutschen Fahrradblogs geschafft. Das freut mich natürlich sehr und gibt mir den Ansporn in 2013 weiter zu machen. Natürlich ist es in einer Stadt wie Trier nicht ganz so einfach interessante Beiträge zu finden, da die Stadt halt sehr klein ist. Aber aufgrund der schlechten Verkehrsführung für uns Radler sollte ich genug Themen finden.

Diese Liste kann ich übrigens jedem Fahrradfahrer empfehlen. Dort sind sehr interessante und lesenswerte Blogs zu finden, die die verschiedenen Blickwinkel der Fahrradkultur thematisieren.

Viel Spass beim Stöbern!

Highner

Mittwoch, 6. Februar 2013

Verbotene Fahrradständer

Dass vor einem Fahrradständer ein Schild aufgestellt (aufgeklebt) wird, auf dem das Abstellen von Fahrrädern untersagt wird, kann es auch nur in Köln geben. 



Gefunden am Hotel Ibis im Kölner Bahnhof - für mich ein Grund dieses Hotel nicht zu betreten

Samstag, 5. Januar 2013

ADFC in Trier

Ich habe den ADFC in Trier entdeckt. Zumindest der Schaukasten des Vereins steht an einer Hauptverkehrsstraße (Südallee 35) in Trier. Leider wirkt dieser Schaukasten nicht besonders einladend auf mich und ich habe schon im Internet nachgeschaut, ob es den ADFC überhaupt noch in Trier gibt. Anscheinend schon! Fragt sich nur noch, warum dieser Schaukasten nicht gepflegt ist und warum man diese peinliche Außenwirkung so duldet. Meine Vermutung ist, dass der ADFC den Schlüssel zum Kasten verloren hat. Wie dem aber auch sei; dieses ist mal wieder ein schönes Sinnbild dafür, wie es hier um die Stellung eines Fahrradfahrers bestimmt ist.  

Freitag, 4. Januar 2013

Fahrradweg mit Hindernissen

Auf diesem benutzungspflichtigen Fahrradweg steht ein Baum. Als Fahrradfahrer darf ich nicht auf dem Fußgängerweg ausweichen. Also fahre ich hier auf der Straße. Es wird zwar fleißig von Autofahrer gehupt und geschimpft, aber was soll ich machen? So sieht es die Straßenverkehrsordnung nun einmal vor. Dieser Baum ist übrigens ein wunderbares Beispiel dafür, wie in Trier mit dem Fahrradverkehr umgegangen wird. Ich habe noch nie so viele Unmöglichkeiten im Bezug auf Verkehrsführung für Fahrradfahrer gesehen wie in Trier. Diese Stadt ist nichts für Weicheier. Köln und München sind gegen Trier ein deutsches Kopenhagen!


Montag, 24. Dezember 2012

Taxistand

An der Ecke Luxemburger Straße / Römerbrücke findet man eine Filiale der Sparkasse. Direkt vor der Filiale befindet sich ein kostenloser Parkplatz. Leider ist der gemeine Trierer Autofahrer aber anscheinend nicht in der Lage sein Gefährt dort hin zu lenken und nutzt lieber den benutzungspflichtigen Radweg, der zum Überfluss auch noch in beiden Richtungen benutzunspflichtig ist. Somit werde ich regelmäßig von (meistens) Taxen dazu gezwungen, auf der Straße in Gegenrichtung auszuweichen. Liebe Stadt Trier - muss das so sein?


Samstag, 24. November 2012

Die ersten 1.000 Km

Meine ersten 1.000 Km Fahrradfahren in und um Trier haben mir nun einen kleinen Überblick über die Stadt und die Möglichkeiten des Fahrradfahrens hier gegeben. Man muss nicht gerade ein Profi sein um zu erkennen, dass in Trier das Fahrradfahren eine Katastrophe ist. Auf der Südallee zum Beispiel wird man vom Mittelstreifen auf die Fahrbahn und dann auf dem Fußweg geschickt, nur um am Ende wieder auf den Mittelstreifen abgeschoben zu werden. Aber auf einzelne Schwächen werde ich sicherlich später noch näher eingehen. Was mir in Trier aber gleich sehr positiv aufgefallen ist, sind die Durchfahrzeiten für Fahrradfahrer in der Fußgängerzone. In Trier darf der Fahrradfahrer zwischen 19:oo Uhr am Abend und 11:oo Uhr am Morgen in der Fußgängerzone Fahrrad fahren. Da die Geschäfte aber teilweise noch bis 2o:oo Uhr geöffnet haben, - das Wort "teilweise" habe ich hier ganz bewusst gewählt; Trier ist halt ein Dorf - könnten die Fußgänger und die Fahrradfahrer also während der Öffnungszeiten Probleme miteinander bekommen. Selbiges gilt auch morgens zwischen 9:oo und 11:oo Uhr. Nach meinen Beobachtungen geschied dies aber eben nicht. Die Fahrradfahrer die ich bis jetzt in der Fußgängerzone gesehen habe, waren alle sehr umsichtig - wenn man mal davon absieht dass es in Trier wohl noch nicht angekommen ist, dass es selbst für Fahrräder Lichter gibt und diese sogar Pflicht sind! Gestern habe ich aber mit einem sehr schönen Satz die Rolle eines Fahrradfahrers in Trier erklärt bekommen: "Am Zebrastreifen halten die Autofahrer alle für Fahrradfahrer. Das liegt daran, dass man in Trier Fahrräder nicht gewohnt ist und die Autofahrer einen Fahrradfahrer somit als KOMISCHEN FUSSGÄNGER betrachten.". Ich glaube besser kann man einen Fahrradfahrer hier auch nicht beschreiben. 

Da ich zur Zeit viel mit meiner Arbeit beschäftigt bin, werde ich in nächster Zeit weniger schreiben als man es eigentlich von mir gewohnt ist. Aber zum Frühjahr sollte es wieder mehr Berichte von mir geben. 

Sonntag, 14. Oktober 2012

Willkommen Trier

So, nun bin ich in Trier und muss mich erst einmal orientieren. Ich wohne nun in der Innenstadt, habe aber noch nicht wirklich etwas von der Stadt gesehen. Mein erstes Gefühl sagt mir aber, dass hier das Radeln nicht ganz einfach ist. Die Südallee zum Beispiel ist ein Graus. Hier wird man vom Fußweg auf die Straße gescheucht, um dann wieder auf einem Grünstreifen abgeschoben zu werden. Nach wenigen Metern muss man wieder auf die Straße, um dann wieder auf einen anderen Grünstreifen geschickt zu werden. Ich hoffe diese Verkehrspolitik zieht sich nicht durch die ganze Stadt. Wenn ich mir aber anschaue wieviele Menschen hier mit dem Fahrrad unterwegs sind (man sieht kaum jemanden auf dem Fahrrad), lässt sich aber vermuten, dass mein Eindruck nicht täuscht. Eines ist aber sicher; mein Fixie muss aufgrund der "Berge" stehen bleiben.

Ich werde berichten. Seit mir aber nicht böse wenn es mit meinen Blogeinträgen noch etwas dauert. Ich muss mich um die Einrichtung meiner Wohnung kümmern und beruflich bin ich nun auch sehr eingespannt.

Donnerstag, 27. September 2012

Neuer Name

Meinen aufmerksamen Lesern ist sicherlich aufgefallen, dass im Namen dieses Blogs seit heute das Wort Munich fehlt. Das liegt nicht daran, dass ich mich so sehr für Bayern schäme, dass ich nicht mehr zugeben mag dort zu leben, und auch habe ich nicht vor Munich durch Oktoberfest zu ersetzen. Ich ziehe mal wieder um - ganz einfach! Damit bekommt dieser Blog die dritte "Heimatstadt". Wohin es gehen wir, werde ich aber noch nicht verraten. Lasst Euch überraschen - es wird interessant!


Donnerstag, 13. September 2012

Critical Mass meets PARK(ing) Day

Wann:   Freitag / 21.09.2012 / 17:00 Uhr
Wo:      Gärtnerplatz am Stand der BikeKitchen
Wer:     Alle die ein Fahrrad haben und für 
             die Sache der Critical Mass einstehen.



Dieses Mal ist der Ort und die Zeit ganz anders geplant. Das liegt zum Einen am Oktoberfest, welches die Teilnehmer bei der Anfahrt zur Bavaria hindert, zum Anderen aber auch daran, dass Green City  sein jährliches PARK(ing) DAY hat. Im letzten Jahr war die Critical Mass auch schon mit großem Erfolg dabei. Die Critical Mass ist aber nicht Teil der Veranstaltung. Die CM hängt sich einfach nur mit ran, da im eigentlichen Ziel dieser beiden Veranstaltungen keine Unterschiede sind.  

Hier aber mal zur Erklärung was überhaupt der PARK(ing) Day ist:

Veranstalter: Green City e.V.
Ort: 25 verschiedene Standorte in München (Stadtkarte)
Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei


München ist weiterhin voll mit Autos. Green City e.V. koordiniert am 21.09.2012 Vereine, Einzelhändler, Künstler und Organisationen, die ein Zeichen gegen die Überfüllung der Stadt mit Kraftfahrzeugen setzen. Zum PARK(ing) DAY verwandeln die Teilnehmer Parkplätze in der ganzen Innenstadt zu temporären Parks. Mit der Aktion fordert Green City e.V. eine nachhaltige Nutzung des öffentlichen Raums, mehr Grünflächen und mehr Lebensqualität in München.

Ob Gartenkunst mit Steh- und Geh-Meditation in der Rumfortstraße, Aufpumpservice für Fahrräder am Gärtnerplatz, Lesungen in der Ligsalzstraße, Mitmachaktion nicht nur für Linkshänder in der Winterstraße oder Fledermauskästen in der Leopoldstraße - ma PARK(ing) DAY finden Aktionen aller Art ihren Platz und die BürgerInnen erobern die Straße als Lebensraum zurück. Mehr Infos auf www.parkingday.de.

Donnerstag, 6. September 2012

Wildbeschilderung

Und wieder einmal ist die Ostpreußenstraße einem Bauarbeiter mit Hang zur Wildbeschilderung zum Opfer gefallen. Dieses Mal muss wohl am Fahrradweg etwas repariert werden. Zumindest wird nun dieser aufgerissen - die Teerdecke ist schon komplett weg. Aber anstatt den Radverkehr auf die Straße zu lozen, soll dieser nun ein Hauch von Bürgersteig mit den Fußgängern gemeinsam nutzen. Ich sehe schon kommen, dass ich angeschnauzt werde, weil ich auf diesem Stück mit dem Rad fahre. Eigentlich viel zu gefährlich dort zu fahren. Mir bleibt aber nichts anderes übrig, da der Bürgersteig nicht breit genut ist um mein Fahrrad dort schieben zu können. Und was passiert wenn ein Kinderwagen mir entgegen kommt, brauche ich ja nicht zu sagen. Ach ja, ich vergaß; der Bürgersteig hat ja nun eine Breite, bei der man überhaupt nicht mehr mit dem Kinderwagen fahren kann. Problem gelöst!


Das Beste hat sich dieser Wildbeschilderer aber am Ende der Baustelle einfallen lassen; dieser Bürgersteig ist nun in beiden Richtungen für Fußgänger und Fahrradfahrer benutzungspflichtig. Coole Aktion! Im normal Fall darf ich die Wege an der Ostpreußenstraße nur in einer Richtung nutzen - bei Baustellen und Engstellen geht das auch bin beiden Richtungen! No risk no fun!


Ich glaube langsam, die Stadt München hat dressierte Affen als Baustellenplaner eingestellt!

Freitag, 24. August 2012

Nachtrag zu Respektverlust gegenüber der Polizei

In meinem Beitrag zum Respektverlust gegenüber der Polizei habe ich beschrieben, was mir mit den Ordnungshütern widerfahren ist, als ich versuchte einen Busfahrer anzuzeigen. Da ich schon den Anspruch der Fairness in meinen Beiträgen habe, informierte ich via Mail die Pressestelle der Münchener Polizei über diesen Beitrag. Ich bot ihnen in dieser Mail an, dass ich eine Stellungnahme auf meinem Blog veröffentlichen würde, würden sie es wünschen. Statt einer Stellungnahme bekam ich aber gestern einen Brief vom Polizeipräsidium, Abteilung Personal:

"Sehr geehrter Herr...

wir haben Ihr Schreiben erhalten und werden die Angelegenheit überprüfen.

Sie werden sicher verstehen, dass wir den Sachverhalt erst bewerten können, wenn unsere Ermittlungen dazu abgeschlossen sind. Erfahrungsgemäß nimmt das einige Zeit in Anspruch, weshalb wir für evtl. auftretende Verzögerungen um etwas Geduld und Ihr Verständnis bitten.

Das Ergebnis unserer Überprüfung werden wir Ihnen so bald wie möglich mitteilen.

Mit freundlichen Grüßen
..."

Ich bin dann mal gespannt!
Ach ja, auf dem Briefumschlag der Polizei ist ein Stempel zu sehen, der mit den Worten "Hören Sehen Handeln" für Zivilcourage wirbt. Irgendwie musste ich bei dem Anblick schmunzeln.

Sonntag, 19. August 2012

Critical Mass München

Ja, es war mal wieder ein sehr schöner Abend! Das Wetter hat uns in die Karten gespielt und die Leute waren - wie fast immer - alle sehr nett. 



Pünktlich (wie immer mit 30 Minuten Verspätung) sind wir los gefahren und haben nach 1,5 Stunden Fahrt gemeinsam noch ein Bier an der Isar getrunken. Mein persönliches Highlight war Susi - das heißt, das Geschenk von Susi: goldene Ventilkappen für mein Patria. Sehen echt gut aus. ;)


Es sind dieses Mal zwischen 40 und 50 Radfahrer dabei gewesen. Selbst der berühmte Radl-Rambo, über den die Presse ja so gerne berichtet, ist gekommen. 

Foto bei Susi geklaut - Link siehe oben. Sorry, Susi ;)

Mittwoch, 15. August 2012

BikeKitchen München im Radio

Auf der letzten BikeKitchen am Donnerstag den 09.08.2012 war der Bayrische Rundfunk zu Besucht.

Das Ergebnis findet ihr hier.

Sonntag, 12. August 2012

Respektverlust vor der Polizei


Viele Polizisten beklagen den Respektverlust der Bürger vor dem Beruf des Polizistens.
Das dieses ein Problem für die Ausübung der dienstlichen Pflichten des Beamtens darstellt, ist sicherlich richtig und bedauerlich. Alles Meckern und Beklagen ist aber nicht zielführend. Die Polizei sollte sich mal hinsetzen und fragen woran das liegen mag. Videospiele wie Ego-Shooter sind wohl eher vorgeschobene Erklärungen für diese Problematik. Mit diesen Erklärungen kann man die Schuld sehr einfach auf Andere abwälzen, ohne sich selber an die eigene Nase packen zu müssen.

Berichte wie „Polizeiinspektion Ismaning wehrt sich gegenRadl-Rambos“, welcher laut meiner Information von einem Polizisten geschrieben wurde und nun selbst innerhalb dieser Inspektion für Furore sorgt, und „Fahrradclub verlässt Expertenkreis“, sind auch nicht gerade hilfreich für diese Problemlösung. Sowohl in Köln als auch in München findet die Polizei es aber sehr hilfreich, sich hinter Mauern und Ampeln zu verstecken um Fahrradfahrer eines Verkehrsdeliktes zu überführen. Natürlich ist es wichtig und richtig Rotlichtverstöße und Nachtfahrten ohne Licht zu ahnden. Die Frage ist aber nach dem WIE. Für eine solche Aktion ist eine gefühlte Hundertschaft nicht nur übertrieben, sondern sorgt auch noch für ein bedrohliches Bild beim Bürger. In Köln ist mir immer sehr stark aufgefallen, dass teilweise selbst zwielichtige Gestalten mit sehr luxuriösen und überaus teuren Fahrrädern unterwegs sind. Wird eine solche Person dann von einem, hinter der Litfaßsäule versteckten Beamten angehalten um dann wegen eines Verkehrsverstoßes ermahnt zu werden, währe die Kontrolle des Fahrrades, ob es als gestohlen gemeldet wurde, nicht nur ein Einfaches, sondern auch noch sinnvoll. So würde die, meiner Meinung nach, nutzlose Codierungsaktion seitens der Polizei und des ADFC auch einen Sinn ergeben. Bei dem Kraftverkehr wird das standartmäßig immer so gemacht. Beim fahrradfahrenden Bürger würde eine solche Kontrolle dann sicherlich auch ganz anders aufgefasst werden. Und für die Fahrraddiebe währe es sicher eine Abschreckung. Ein Polizist mit dem ich mich diesbezüglich mal unterhalten habe, gab mir Recht und meinte, dass es technisch überhaupt kein Problem wäre. Er würde sich aber außer Stande fühlen „ein gutes, von einem billigen Fahrrad unterscheiden zu können“. Das ist natürlich absoluter Blödsinn, da man zu Einen standartmäßig einfach alle Fahrräder kontrollieren sollte, zum Anderen es zur Ausübung seines Jobs gehört, solche  Bildungslücken zu füllen. Wenn in meinem Beruf etwas neues auf dem Markt kommt, kann ich meinem Chef auch nicht sagen, dass ich mich damit nicht auskenne. Außerdem gibt es viele Möglichkeiten diese Wissenslücken zu schließen. Es gibt den ADFC, der sicherlich den Polizisten hierbei unterstützen würde. In München gibt es die BikeKitchen, welche man nett fragen könnte. In Köln gibt es die Mülheimer Fahrradgruppe und einige sehr kompetente Fahrradblogger. Also liebe Polizei, wenn das Euer Problem ist, stelle ich hiermit auch mein Fachwissen offiziell und kostenlos zu Verfügung. Eine E-Mail an die o.g. Adresse reicht.

Meinen persönlichen Respekt vor den Ordnungshütern habe ich dann heute endgültig verloren. Um das aber zu erklären, muss ich schon am vergangenen Freitag anfangen: dienstlich war ich mit dem Fahrrad unterwegs. Ich befuhr die Feringastraße Richtung Münchener Straße. Natürlich auf der Fahrbahn, ist doch der Bürgersteig nicht für den Radverkehr freigegeben. In einer Kurve wurde ich von einem Busfahrer sehr knapp und auf sehr gefährlicher Art und Weise überholt. Passiert ist mir zum Glück nichts, was ich sicherlich meiner Erfahrung in solchen Situationen zu verdanken habe.



Ich habe mich natürlich sehr stark über das Verhalten des Busfahrers geärgert und wollte diesem Ärger mit einem Beschwerdeanruf bei den zuständigen Verkehrsbetrieben Luft machen. Dort hat man mich sofort abgewürgt und mir gesagt, ich solle zu Polizei gehen. Ok, wenn die das so wollen, dann sollte ich das auch so machen, dachte ich mir. Einen Polizisten, der auf meinem weiteren Weg parkend auf einem benutzungspflichtigen Radweg stand, habe ich dann auch angesprochen und ihn gefragt, wie ich das denn nun am besten anstellen würde und ob ich das auch in München machen können, obschon die Zuständigkeit bei der Polizeiinspektion Ismaning liege. Der Beamte sagte mir in einem sehr unfreundlichen Ton, dass man schon erwarten können, dass ich mir den Weg nach Ismaning mache. Auf meine Nachfrage und der Erklärung dass dieses einen Umweg von 20 Km für mich bedeuten würde, wiederholte er seinen Satz mit einem noch unfreundlicheren Ton. Dennoch meinte ich herausgehört zu haben, dass theoretisch auch die Inspektion München-Bogenhausen so etwas aufnehmen könnte. Nach meiner Arbeit bin ich dann zur Inspektion Bogenhausen gefahren und wollte dort die Anzeige aufnehmen lassen. Der Beamte entschuldigte sich nach meiner Beschreibung der Situation damit, dass er eine solche Anzeige noch nie entgegengenommen habe und keine Ahnung davon hat, wie er nun verfahren solle. Er würde aber sofort einen kompetenteren Kollegen schicken. Das tat er auch. Dieser kompetentere Beamte wollte nicht einmal hören um was es genau ging. Auch mein Video hat er sich nicht anschauen wollen. Statt dessen erklärte er mir, dass diese Polizeiinspektion nicht über die Mittel und die Kompetenz verfüge, diese Anzeige aufnehmen zu können. Ich solle mich an die VPI-VA, eine Dienststelle die wohl für Verkehrsdelikte zuständig sei, wenden. Oder ich habe die Möglichkeit zu warten bis ein Kollege komme, der über die dementsprechenden Kompetenzen verfügen würde. Das würde aber mindestens eine Stunde dauern. Aber eigentlich sei sowieso die Dienststelle in Ismaning zuständig und ich solle mir überlegen alles auf sich beruhen zu lassen, hieß es weiter. Er wetterte dann noch gegen Fahrradfahrer und ich solle mir als Radler doch erst einmal selber an die eigene Nase fassen, bevor ich einen Busfahrer beschuldigen würde. Das ganze Gespräch verlief also seitens des Beamten sehr unfreundlich und herablassend ab. Nun wollte ich es natürlich genauer wissen und rief die besagte Dienststelle VPI-VA an. Ich wollte schließlich nicht wieder weg geschickt werden. Dort fragte man mich woher ich kommen würde und stellte mein Telefonat sofort zur Dienststelle Bogenhausen durch, da diese für mein Wohnort zuständig sei. Ich hatte keine Chance dagegen etwas zu sagen, hatte dafür aber den Beamten am Telefon, der mir kurz vorher die Entgegennahme der Anzeige verweigert hat. Nun steigerte sich die Unfreundlichkeit des Beamten ins Bodenlose. Er wollte mir nicht einmal korrekt seinen Namen nennen, was er aber dann doch nuschelnder Weise und sehr widerwillig nach einer weiteren Nachfrage machte. Auf seine unfreundliche Art angesprochen, und dass ich mich von ihm als Fahrradfahrer diskriminiert fühle, sagte er nur: „Ich bis Polizist und diskriminiere daher nie jemanden!“. Nun hatte ich den sprichwörtlichen Kaffee auf. Ich rief in der Dienststelle der Ismaninger Polizei an. Dort hatte ich eine wirklich sehr nette Polizistin am Telefon. Ich hatte sogar das Gefühl verstanden und ernst genommen zu werden. Nach meinem Erfahrungsbericht meinte sie, es sei schon sehr interessant für sie so etwas zu erfahren. Bevor ich aber nun mit dem Radl ganz nach Ismaning fahren würde – immerhin sei es ja schon 22:00 Uhr – wolle sie noch einmal mit einem Kollegen sprechen. Sie würde mich gleich wieder anrufen. Einige Minuten später klingelte tatsächlich das Telefon. Dieses Mal war ein Mann am Telefon. Wieder sehr unfreundlich. Mir wurde von ihm gesagt, er habe gerade mit Bogenhausen telefoniert. Ich solle mich an deren „Anweisungen“ halten - Tschüß.

Einen Tag später habe ich dann mit einer Bekannten darüber gesprochen, die selber Polizistin ist. Sie meinte, dass eigentlich wirklich die Polizei in Ismaning zuständig sei, ich aber auf jeden Fall die Möglichkeit habe, in Bogenhausen die Anzeige aufnehmen zu lassen. Es sei aber unglaublich wie sich einige ihrer Kollegen verhalten würden. Da ich natürlich eher einer fachkundigen Bekannten traue, als einem unfreundlichen und frechen Polizisten, bin ich heute dann zur Polizei nach Ismaning gefahren.

Dort hörte man sich mein Anliegen an und versuchte mich davon zu überzeugen, dass 1. nicht Ismaning zuständig sei, sondern Bogenhausen und 2. ich unverrichteter Dinge wieder fahre solle, da „Immerhin würde ein Busfahrer doch einen scheiß Job haben und zudem auch noch sehr wenig Geld verdienen“. Selbst nach Vorführung des Videos konnten die Beamten keinen Grund zur Handlung feststellen. Aber nach meinen Hinweis auf §1 der StVO kamen sie nun aus der Nummer nicht mehr raus. Man nahm den Fall sehr widerwillig auf und wurde langsam aber sicher arrogant. Einer der beiden diensthabenden Beamten sagte sogar „Ihr Fahrradfahrer fahrt alle ständig gegen die Vorschriften und wie ihr wollt!“ und „dieses Dienststellenhopping sei eh ein Affentheater!“ – die Vorwürfe und Frechheiten nahmen also kein Ende.  Nun konnte ich natürlich auch nicht mehr an mich halten und habe mich bei ihm über seine Verallgemeinerungen und seine absolut inakzeptable Gesprächsführung beklagt. Aber mit der Aussage, dass ich von einer Dienststelle zur anderen geschickt werden würde und das ein Affentheater sei, gab ich ihm natürlich noch Recht.

Ein Gutes hat diese Geschichte: wenn ich noch einmal von einem Polizisten belehrt werden sollte, frage ich sofort, ob er von der VPI-VA sei. Wenn nicht, kann ich das Gespräch nun abbrechen, denn der Umkehrschluss von den verschiedenen Aussagen der Beamten ist ja, dass nur die Kollegen der VPI-VA Ahnung von der StVO und die dementsprechenden Kompetenzen haben.

Als Radfahrer fühle ich mich nun wie ein Atommüllendlager behandelt: jeder weiß dass man um ihn nicht rum kommt, aber keiner will ihn in seinem Zuständigkeitsbereich haben! 

Freitag, 10. August 2012

Lindwurmstraße und der Versuch


Kommentar von Andreas Schuster, Leider des Mobilitätsbereichs bei Green City e.V.

"Wir machen es einfach!", dieses Motto von Green City e.V. scheint in letzter Zeit bei den Verantwortlichen der Stadtverwaltung Gehör zu finden. Am Rotkreuzplatz wurde im Frühjahr eine Autospur für den Radverkehr versuchsweise freigegeben. weiter lesen...

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Mittwoch, 8. August 2012

Critical Mass


Wann:                    17.08.2012 / 2o:oo Uhr

Wo:                        Theresienwiese - am Fuße der Bavaria

Wer:                       alle die ein Fahrrad haben und den Grundgedanken einer Critical Mass teilen

Was mitbringen:     ein Fahrrad, Licht und vielleicht ein Bier für später ;)